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Oberhavel Dort feiern, wo früher gearbeitet wurde
Lokales Oberhavel Dort feiern, wo früher gearbeitet wurde
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19:27 01.01.2017
Die vier gestandenen Musiker der Oranienburger Band Brigxx begeisterten im Kesselhaus mit Oldie-Rock.
Die vier gestandenen Musiker der Oranienburger Band Brigxx begeisterten im Kesselhaus mit Oldie-Rock. Quelle: UG
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Oranienburg

Noch wüssten sie nicht genau, mit welchem Lied sie das neue Jahr musikalisch begrüßen würden, erzählt Andreas Müller, Drummer und Bandleader von Brigxx am frühen Silvesterabend. Bis morgens um zwei Uhr wird die Band in der Silvesternacht im Kesselhaus auf der Silvesterparty des Oranienwerks für Stimmung sorgen. „Letztes Jahr haben wir nur die Sekunden eingezählt.“

Man habe viele deutschsprachige Rocksongs im Angebot, so Gitarrist Frank-Heiko Ehret. Auch solche, die wie „Verdammt lang her“ von der Kölner Deutschrockband BAP, auf jeden Fall für Stimmung sorgen werden. Doch egal welchen Song die gestandenen Musiker aus ihrem breiten Repertoire, das von ZZ-Top, den Eagles bis zu ACDC reicht, anstimmen werden, die Zuschauer werden es zu schätzen wissen. Denn die Silvesterparty ist für die vier Oranienburger quasi ein Heimspiel. Der Bandname Brigxx, der gerne falsch geschrieben werde, so Müller, sei übrigens kein Nachname eines Bandmitglieds, sondern symbolisiere die einzelnen Bausteine der Musiker, die sich bei Brigxx zu einem Ganzem gefunden haben.

Gesucht und gefunden haben sich bei der Silvesterparty auch Veranstaltungsort und Besucher. Bereits im dritten Jahr richtet Weidengarten-Betreiber Steffen Riehn die große Silvesterparty unter dem Motto „Drei Floors mit vier Bands“ aus. Über 200 Eintrittskarten, die für einen Komplettpreis Musik, Buffet und Getränke enthalten, gingen bereits im Vorverkauf über den Ladentisch. Weitere Abnehmer fanden sich an der Abendkasse. Hier stimme die Mischung, ist man sich unter den Gästen einig. „Das Oranienwerk ist unsere Stätte zum Feiern: Der Preis passt. Es ist ortsnah, hat eine schöne Atmosphäre und ist größer als eine Kneipe, so dass man immer Leute trifft, die man kennt“, bringen es Katalin Oelke und Andreas Schönberg aus Oranienburg auf den Punkt.

Schon weit vor Einlassbeginn um 19 Uhr reihte sich die Besucherschlange vor der Tür. Lediglich das Mitnahmeverbot von Feuerwerkskörpern in die Räumlichkeiten, sorgte vereinzelt für Unmut. Die Taschenkontrollen waren dementsprechend streng. Doch taten diese kleinen Beeinträchtigungen der Stimmung keinen Abbruch. Während die Besucher erst einmal die Buffets stürmten, sorgte im Kesselhaus Brigxx für rockige Oldieklänge und das Duo „For Fun“ mit den „Besten Hits von damals“ in der Galerie Werkzeugbau für Schlagerträume. Während im Kultursaal der Boden mit der NDW-Rockshow der Band Vollhardt zum Vibrieren gebracht wurde.

„Es ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei“, ist sich Christiane Sommerfeld aus Oranienburg sicher. Sie bedauert, dass es durch den Wegfall des G-Hauses keine Alternativen zum Feiern mehr gebe. Ein Grund, weshalb sich Margit und Joachim Flett das Oranienwerk für ihre Silvesternacht erwählt haben: „Wir wollen das Oranienwerk unterstützen, die sich viel Mühe mit den Veranstaltungen geben.“ Mit der Party werde durch das breite Musikangebot ein großes Publikum angesprochen.

Für Detlev Berndt aus Oranienburg Eden ist neben den kurzen Wegen vor allem wichtig, dass die Musik tanzbar ist. „Wir sind zum ersten Mal hier, haben uns das Oranienwerk empfehlen lassen, weil die Stimmung hier gut sein soll.“ Berndt gefällt das rustikale Ambiente des Oranienwerks. „Schön, dass hier alte Traditionen bewahrt bleiben und jetzt dort gefeiert wird, wo früher im Kaltwalzwerk gearbeitet wurde.“

Von Ulrike Gawande

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