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Oberhavel Ein Erlebnis für alle Sinne
Lokales Oberhavel Ein Erlebnis für alle Sinne
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13:19 08.01.2017
Kräuterfrau Katharina Ibishi-Willmes vor ihrem Marktwagen. Im Arm hält sie gelbes Kräutersalz nach eigener Rezeptur und roten Pfeffer. Quelle: Foto: Enrico Kugler
Hennigsdorf

Das ideale Marktwetter sei trocken und mäßig warm, verrät Katharina Ibishi-Willmes, die bis März mit ihrem Wagen „Katinkas Gewürzoase“ auf den Wochenmärkten in Velten, Hennigsdorf und Oranienburg zu finden ist.

Eigentlich ist die 46-Jährige aber in Schmallenberg im Hochsauerland zu Hause. Dort liegt derzeit aber reichlich Schnee, so dass sie die Gelegenheit genutzt hat, ihrem Freund, der bei Bombardier in Hennigsdorf beschäftigt ist, einen längeren Besuch abzustatten und gleichzeitig die Oberhaveler in ihre Welt der Kräuter und Gewürze zu entführen. „Gewürze sind ein Erlebnis für die Sinne. Man kann sie fühlen, schmecken und riechen“, so Ibishi-Willmes, die aus einer alten Marktfamilie stammt. Schon ihre Eltern zogen anfangs mit Socken, später mit Wurstwaren aus der Fleischerei des Onkels über die Dörfer. „Ich habe das Marktleben im Blut“, so die Sauerländerin, die eine Ausbildung zur Erzieherin absolviert hat. 2002 aber machte sie sich mit einem kleinen Laden in Schmallenberg, ihrer Gewürzoase, selbstständig. „Aber ein Laden war nichts für mich, da muss man warten, dass die Kunden kommen. Auf dem Markt aber bin ich näher an den Kunden dran, auch wenn es ein mühsames Geschäft mit einem langen Arbeitstag bei Wind und Wetter ist“, so die Kräuterfachfrau, die ihre Gewürzmischungen selber zusammenstellt.

Das ist möglich, weil die begeisterte Hobbyköchin, die nur mit offenen Gewürzen arbeitet, dabei auf Sellerie und Glutamat verzichtet. „So kann ich Gewürze mischen und auch auf Allergien reagieren.“ Die Rohgewürze – Gewürze sind getrocknete Kräuter – kauft Ibishi-Willmes beim Händler ihres Vertrauens, wobei sie besonders auf Qualität Wert legt. „Gestreckte oder behandelte Gewürze gibt es bei mir nicht.“ Muskatnüsse werden deshalb nur als ganze Nuss verkauft. Ihren Kunden erklärt sie gerne die Wirkung der Kräuter, lässt sie immer wieder probieren und hält für jeden ein Gewürz-ABC parat, in dem die Verwendungsmöglichkeiten der Gewürze verzeichnet sind.

„Ich lerne aber auch von meinen Kunden“, verrät die Mutter eines 18-jährigen Sohnes. So sei das Baharat, eine Mischung aus Pfeffer, Chili, Muskat, Zimt und Kreuzkümmel, auf Nachfrage von kochenden Flüchtlingen ins Programm gekommen. Aber auch bei jungen Menschen komme das Kochen langsam wieder in Mode. „Durch die Kochshows sind auch ausgefallene Gewürze gefragt“, erzählt Ibishi-Willmes, die sich nach Feierabend oft in den Büchern von Hildegard von Bingen weiterbildet. Den Gesundheitsaspekt der Kräuter wiederentdeckt, die früher oft als Heilmittel galten. So seien die in Koriander enthaltenen Saponine (Seifenstoffe) gut bei Gelenkproblemen und Thymian als Tee wirksam gegen hartnäckigen Husten. „Die ätherischen Öle wärmen und lösen. Am besten heiß getrunken, mit regionalem Honig und einer Messerspitze Butter.“

Überhaupt seien Geschmacksnerven im Winter anders gepolt als im Sommer, hat sie beobachtet: „Im Sommer werden meist Gewürzmischungen zum Grillen gekauft. Jetzt im Winter sind eher wärmende Gewürze wie Kardamom und Zimt gefragt. Oder der Steakpfeffer Americano mit Honig.“

Von Ulrike Gawande

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