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Oberhavel Ein Stück Müllheim enthüllt
Lokales Oberhavel Ein Stück Müllheim enthüllt
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00:20 14.06.2018
Hohen Neuendorf

Der Stein ist elegant geschwungen, schraubt sich 3,2 Meter hoch in den Himmel. Der Müllheimer Bildhauer Marcel Ohnesorge hat seine Vision vom Bienenflug in Marmor aus Estremoz in Portugal gehauen – luftig-leicht und doch 3,5 Tonnen schwer.

Rund 200 Menschen verfolgten am Sonntag die Enthüllung der Skulptur, die am Donnerstag vom Künstler und seinem Vater Marco aufgestellt worden war. „Was lange währt, wird gut“, kommentierte Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) in seiner Ansprache die Vorgeschichte. Denn bereits 2011 sei die Idee entstanden, den Kreisverkehr Karl-Marx-Straße/Kurt-Tucholsky-Straße in Richtung Niederheide quasi als Wegweiser zum Bieneninstitut mit einer thematisch ähnlichen Skulptur zu schmücken wie sie bereits vor dem Bahnhof steht („Bienentanz“ von Christine Gersch). Doch eine rechtliche Einschätzung seitens des Landkreises hinsichtlich der Zulässigkeit ließ die Pläne platzen. Erst eine Anfrage rückte das Thema im Mai 2016 wieder ins Blickfeld der Stadtverordneten, die sich für den jetzigen Platz entschieden: Alfred Schönbucher ist der einzige Ehrenbürger der Stadt und Begründer der Städtepartnerschaft zwischen Mülheim und Hohen Neuendorf.

„Freundschaft heißt, Spuren zu hinterlassen“, sagte die Müllheimer Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich. Die Müllheimer hätten dies schon vielfach getan. Die Skulptur sei ein „hervorragendes Symbol für unsere Freundschaft“. Zugleich liege nun auch ein Stück Müllheim in Hohen Neuendorf, denn der Granitsockel stammt aus dem benachbarten Marzell, ebenfalls im Markgräfler Land gelegen.

Nach der am Sonnabend wegen Staus um zweieinhalb Stunden verspäteten Ankunft der drei Busse mit den knapp 150 Gästen aus Müllheim war die Enthüllung der Skulptur der erste Höhepunkt des mehrtägigen Programms zum Partnerschaftsjubiläum. Es folgten ein Festgottesdienst, eine Stadtrundfahrt, diverse Workshops sowie eine Besichtigung des Naturschutzturms in Bergfelde. Dem Montagsprogramm (Gartenschau Potsdam und Berlin oder Schlossmuseum Oranienburg) folgt ein Partnerschaftsabend in der Stadthalle. Die offizielle Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft und zum Tag der Deutschen Einheit wird am Dienstagvormittag in der Evangelischen Kirche in Hohen Neuendorf begangen. Im Anschluss begeben sich die Gäste wieder auf ihre (mindestens) zwölfstündige Heimfahrt.

Von Helge Treichel

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