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Oberhavel Eine Schlammwiese wartet auf die Punker
Lokales Oberhavel Eine Schlammwiese wartet auf die Punker
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07:16 27.07.2017
Landwirt Christoph Brunner schaut auf seine wassergetränkte Wiese, wo das Festival stattfinden wird. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Dort, wo am 4. August das große Punkfestival „Resist to Exist“ stattfinden soll, steht momentan überall noch das Wasser auf dem Feld. Es gehört dem Landwirt Christoph Brunner aus Kremmen. Am Mittwochmittag schaute er sich das Gelände am Oranienburger Weg an. Er zeigt in die Ferne: „Da hinten steht noch mehr Wasser.“ Und wieder regnet es an diesem Mittag in Strömen.

„Wenn das Festival dieses Wochenende stattfinden würde, wäre das schwer. Jetzt ist die Wiese schlammig, auch für die Technik wäre das ja nicht gut“, sagt Christoph Brunner. Hört es jetzt irgendwann endlich auf zu regnen, dann dauere es vier bis fünf Tage, bis alles einigermaßen abgetrocknet sei.

Es ist das zweite Mal, dass der Kremmener seine Fläche für das Festival zur Verfügung stellt. Die Premiere fand vergangenes Jahr im August statt. Eine erste Anfrage erreichte ihn im April 2016. „Ich habe mich dann aber erst mit denen länger unterhalten, was sie da eigentlich vorhaben“, erzählt Christoph Brunner, der auch Stadtverordneter ist. „Die Veranstalter haben einen recht seriösen Eindruck gemacht, und sie haben so eine Veranstaltung ja auch nicht das erste Mal durchgeführt.“ Er sagte zu.

Der Festival-Flyer. Quelle: Promo

Als der Termin und der Ort für „Resist to Exist“ dann bekannt wurden, herrschte in Kremmen längst nicht nur Begeisterung. „Ich wurde gefragt: Warum tun Sie uns das an?“, erinnert sich Christoph Brunner. Viele seien besorgt gewesen – das aber, wie sich herausstellte, ganz umsonst. „Keiner hat gedacht, dass das alles so problemlos über die Bühne geht.“ Es sind kilometerlange Bauzäune aufgestellt worden, um das Gelände einzugrenzen, hinterher ist durch die Veranstalter alles aufgeräumt worden. Lärmbeschwerden hat es wohl kaum gegeben. Irritationen gab es, weil viele Einkaufswagen aus den Märkten mitgenommen worden seien – aber auch die wurden am Ende zurückgebracht. Es war plötzlich bunt und voll in der Stadt, die großen Einkaufsmärkte machten gute Umsätze, vor allem mit Getränken.

In diesem Jahr soll es zudem mehr Dixiklos geben, auch soll der Wald besser abgesperrt werden, damit ihn nicht mehr ganz so viele Festivalteilnehmer als Toilette benutzen.

Am kommenden Wochenende beginnt am Oranienburger Weg die heiße Phase. Dann kommen die Veranstalter nach Kremmen und beginnen mit dem Aufbau des Festivals. Christoph Brunner wird hier und da Hilfestellungen leisten, wo es nötig ist. „Ich guck’ dann mal so nach dem Rechten“, sagt er und schmunzelt. Am Donnerstag, 3. August, ist ein Lärmtest geplant, wo die Anwohner den Veranstaltern mitteilen können, falls es zu laut ist. Das Festival selbst beginnt am 4. August – übrigens organisiert von einem Verein, der aus den Einnahmen keinen Profit schlagen will.

Ungefähr eine Woche lang werde das große Aufräumen danach dauern, schätzt Christoph Brunner. 2018 könnte es dann weitergehen. „Die wollen das gern langfristig hier planen“, sagt der Landwirt. „Die waren alle ganz angetan.“

Von Robert Tiesler

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