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Oberhavel Eine neue Brücke für Fürstenberg
Lokales Oberhavel Eine neue Brücke für Fürstenberg
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10:03 10.12.2014
Eine historische Ansicht der Fußgängerbrücke über die Havel, die parallel zum Bahngleis verlief. Sie wurde 1945 gesprengt.
Eine historische Ansicht der Fußgängerbrücke über die Havel, die parallel zum Bahngleis verlief. Sie wurde 1945 gesprengt. Quelle: Repro Anke Dworek
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Fürstenberg

Zunächst gab’s Zuschüsse für eine Machbarkeitsstudie, die die Ingenieurgemeinschaft Setzpfandt aus Berlin erarbeitet hat. Sie wird den Stadtverordneten während ihrer morgigen Sitzung vorgestellt.

Es handelt sich um den Bau einer Fußgängerbrücke parallel zum Eisenbahngleis, die gleich im Anschluss an den Röblinsee über die Havel führt. Die Planer haben eine westliche und eine östliche Variante untersucht. „Technisch machbar sind beide. Die Trassen würden auch über Privat- und natürlich über Bahngelände führen“, sagt Margit Nitschke, die im Fürstenberger Bauamt das Projekt betreut. Ehe Verhandlungen mit der Bahn aufgenommen werden können, müssen verlässliche Unterlagen vorliegen, zu denen beispielsweise die Vermessung gehört. Um so etwas in Auftrag zu geben, müssten sich die Stadtverordneten für eine der Varianten entscheiden. Das muss nicht gleich am Mittwochabend geschehen, aber auf die lange Bank schieben sollten es die Fürstenberger auch nicht. Schließlich sind auch für 2015 schon Mittel für das Projekt in Sicht.

Mittel für das Projekt schon in Sicht

Der Bauausschuss hat jüngst die Machbarkeitsstudie diskutiert, aber keine Empfehlung an die Stadtverordneten gegeben. „Ich hatte aber schon den Eindruck, dass die Tendenz zur östlichen Variante geht. Ich selbst bin auch für diese Trasse, denn durch sie erhalte Fürstenberg eine echte Bürgerbrücke“, meint Stadtverordneter und Bauausschussmitglied Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg und Ortsteile). Darunter versteht er, dass die Brücke nicht nur das Wohngebiet Röblinsee-Siedlung mit der Altstadt verbindet, obwohl das ein wichtiger Aspekt ist. Vielmehr geht es auch darum, dass die Fürstenberger, die im westlichsten Teil der Stadt leben, dank der Brücke zu Fuß schneller zur Schule, zur Kita, zu einer Arztpraxis und zum Friedhof kämen. „Eine Brücke östlich des Bahngleises würde viel mehr Leuten nützen als eine westlich davon“, ist Aymanns überzeugt.

Zwei Varianten

Bei beiden Varianten enden die Wege hinter der Brücke in Höhe der Eisenbahnunterführung Schützenstraße. Wird die Ost-Brücke gewählt, muss niemand durch diesen „Tunnel“, bei der West-Brücke muss er passiert werden. „Die Fahrbahn dort ist sehr schlecht und alles andere als fußgängerfreundlich. Mit einem Rollator würde ich niemand dort entlang schicken“, gibt Aymanns zu bedenken.   

Gleichwohl gibt es auch Befürworter einer Brücke westlich vom Gleis, was dem Verlauf der 1945 gesprengten alten Brücke entspricht. Einer davon ist Elfriede Seidel, die in der Röblinsee-Siedlung wohnt. Sie sieht nicht nur Vorteile für ihre Nachbarn und sich, sondern auch für die Touristen. „Vom Bahnhof bis zur Siedlung ist es dann zu Fuß ein kurzer und direkter Weg. Die Leute können sich hier ein Boot mieten oder am Ufer des Röblinsees und im Wald  spazieren gehen“, begründet sie ihre Meinung.

Von Anke Dworek

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