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Oberhavel Elektrofahrzeug für Hohen Neuendorf
Lokales Oberhavel Elektrofahrzeug für Hohen Neuendorf
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15:00 18.12.2014
Die Verwaltungsspitze präsentiert das Auto: Ariane Fäscher (Fachbereichsleiterin Marketing & Kommunikation), Peter Wichert (Vertriebsbeauftragter Elektromobilität), Michael Oleck (Bauamtsleiter), Michael Stöck (Klimaschutzmanager) und Klaus-Dieter Hartung (Bürgermeister) (v.l.). Quelle: Stadtverwaltung
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Hohen Neuendorf

Bei dem ersten Elektromobil im Fuhrpark der Stadt Hohen Neuendorf handelt es sich um einen 100 Prozent elektrischen Renault Zoe Life mit einer Leistung von 43 kW, einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h bei maximal 88 PS und einer Reichweite von 130 bis 210 Kilometern.

„Die Anschaffung eines Elektroautos ist die konsequente Weiterführung unserer ökologischen Grundausrichtung als Stadt und als Verwaltung. Man könnte es als Fortschreibung der Erdgasfahrzeuge und wetterfeste Ergänzung zu den Dienstfahrrädern beschreiben“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung. „Und natürlich geht es uns darum, sichtbare Zeichen in der Stadt zu setzen, denn unsere ambitionierten Klimaziele erreichen wir nur, wenn auch in der Bürgerschaft bei Wohnen, Verkehr, Reisen und Ernährung ein Umdenken einsetzt.“

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Das städtische Klimaschutzkonzept sieht unter anderem vor, bis 2030 den Energieverbrauch im Stadtgebiet um zirka elf Prozent auf 505 GWh zu senken, die CO2-Emissionen pro Kopf um knapp 39 Prozent zu reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent des Endenergieverbrauchs zu erhöhen.

E-Mobil für Dienstfahrten

„Zu den Ausschreibungskriterien gehörte, dass das Fahrzeug ein Kompaktwagen ist, der es mit einer Vollladung bis nach Potsdam und zurück schafft sowie ganzjährig nutzbar ist“, erläutert Klimaschutzmanager Malte Stöck, der die Ausschreibung vorbereitete. Von fünf Anbietern setzte sich die Renault Retail Group aus Berlin durch. Das E-Mobil steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für Dienstfahrten zur Verfügung. „Wir prüfen derzeit, inwieweit auch Bürger das Auto im Rahmen von Car-Sharing nutzen können“, skizziert Malte Stöck eine Zukunftsvision. Vorher jedoch sollen nächstes Jahr im Stadtgebiet vier Ladestationen, am Rathaus und an den S-Bahnhöfen, aufgestellt werden. „Derzeit laden wir das Auto über das Notladekabel an einer normalen Steckdose“, beschreibt der Klimaschutzmanager den Ladevorgang, der neun bis zehn Stunden dauert. An einer richtigen Ladesäule ist eine Schnellladung mit 400 Volt innerhalb von 30 Minuten möglich.

Elektromobil kostete die Stadt 17.400 Euro

Insgesamt kostete die Stadt das Elektromobil 17.400 Euro. Hinzu kommt eine monatliche Miete von 49 Euro für den Akku. Der Batteriemietvertrag garantiert, dass der Akku stets voll funktionstüchtig ist und über mindestens 75 Prozent seiner Ladekapazität verfügt. Durch gleichmäßiges Fahren können 15 Prozent der verbrauchten Energie auf 100 Kilometer zurück-gewonnen werden. Eine Kfz-Steuer fällt für das Elektrofahrzeug nicht an. Höhere Anschaf-fungskosten sowie die Einrichtung einer Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet werden aus den Preisgeldern finanziert, die die Stadt mit der Grundschule Niederheide als Preisträgerin im Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2013“ gewonnen hat.

Von Helge Treichel

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