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Oberhavel Eltern sehen Gefahren an der Bushaltestelle
Lokales Oberhavel Eltern sehen Gefahren an der Bushaltestelle
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12:22 18.01.2018
Die Bushaltestelle an der Hohenbrucher Straße liegt direkt am Ende einer Kurve – Kinder können schwer den Verkehr einschätzen. Quelle: Robert Tiesler
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Sommerfeld

Eltern aus dem Sommerfelder Wohnpark und der Siedlung rund um den Griebener Weg machen sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder. Konkret geht es um die Bushaltestelle Wesering (Fahrtrichtung Oranienburg) an der Hohenbrucher Straße. Sie liegt am Ende einer schlecht einsehbaren Kurve. Kommen die Kinder mit dem Bus von der Beetzer Grundschule, dann steigen sie an der Haltestelle Wesering aus. Wollen sie dann über die Straße, um in die Wohngebiete zu gelangen, sei die Situation dort sehr gefährlich, merkten Eltern am Dienstagabend im Sommerfelder Ortsbeirat an.

Ortsvorsteher Jürgen Kurth sagte, er sei ein alter Sommerfelder. „Die Bushaltestelle war dort schon immer an dieser Stelle“, sagte er. „Aber früher war da auch viel weniger Verkehr. Der ist inzwischen angewachsen.“

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Eltern aus dem Wohnpark haben sich offenbar schon in größeren Runden über dieses Problem unterhalten, und es bestehe die Angst, dass erst etwas passieren müsse, damit sich an der gefährlichen Situation an der Bushaltestelle etwas ändere, so die auch im Ortsbeirat geäußerte Befürchtung.

Mehrere Möglichkeiten sind am Dienstagabend benannt worden, um die Lage dort zu entschärfen. Die Haltestelle könne etwa 100 Meter weiter in Richtung Sommerfelder Ortsausgang verschoben werden. Oder es könnte ein Fußgängerüberweg geschaffen werden. Möglich seien auch Warnschilder. Auch über eine Erweiterung der schon bestehenden Tempo-30-Zone, die vor der Kita eingerichtet worden ist, wird nachgedacht. Jürgen Kurth sagte dazu, dass er zum Beispiel einen Zebrastreifen nicht günstig findet. „Da wird Sicherheit vorgegaukelt, die aber nicht vorhanden ist“, sagte er. Reiner Tietz merkte an, dass die Verhandlungen über Tempo-30-Zonen schwierig seien.

Der Ortsbeirat einige sich schließlich darauf, dass Ortsvorsteher Jürgen Kurth eine Anfrage starten soll, ob eine Verlegung der Bushaltestelle möglich ist. Alle Anwesenden waren sich einig, dass das sinnvoll sei. Uwe Fritz (UWG/LGU) mahnte zusätzlich eine Verkehrserziehung für die Kinder an. „Sie dürfen erst gehen, wenn der Bus weg ist. Das muss man ihnen zeigen“, sagte er.

Von Robert Tiesler