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Oberhavel Entkrampftes Parken am Bahnhof
Lokales Oberhavel Entkrampftes Parken am Bahnhof
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20:04 11.01.2017
Klaus Pölitz (rechts) und Nico Zehmke auf der neuen Park & Ride-Anlage in Gransee.
Klaus Pölitz (rechts) und Nico Zehmke auf der neuen Park & Ride-Anlage in Gransee. Quelle: Stefan Blumberg
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Gransee

Die Pkw-Fahrer wissen längst, was sie an ihrem neuen Parkplatz am Granseer Bahnhof haben. Bequemes Einfahren, bequemes Einparken, bequemes Ausfahren. Seit Anfang September ist das möglich. Gestern verkündeten Vize-Bürgermeister Klaus Pölitz und der stellvertretende Fachbereichsleiter I, Nico Zehmke, offiziell das Ende des ersten Bauabschnittes in dem Bereich. Kurz: Die P&R-Anlage ist fertig.

„Das wilde Parken ist jetzt aber vorbei“

„Sie war zwingend notwendig“, sagte Klaus Pölitz am Nachmittag. „Man sieht ja an den jüngsten Einwohnerzahlen, dass wir wieder gewachsen sind. Und wir machen mit der guten Bahnanbindung Werbung für die Stadt. Also brauchen wir ausreichend und gute Stellplätze.“ Die Zeiten der Jagd auf einen Parkplatz am Bahnhof sind zwar noch nicht ganz vorbei, aber die Situation wurde absolut entschärft. 100 neue Parkplätze für Pkw sind im ersten Bauabschnitt entstanden. Die 22 bisherigen Stellplätze wurden erhalten und in die Gesamtanlage integriert. Die Plätze sind an den Werktagen in der Regel von den Pendlern der Region komplett belegt. „Das wilde Parken ist jetzt aber vorbei. Nun geht es geordnet zu“, so Klaus Pölitz, der bei dem Projekt die gute Zusammenarbeit zwischen Amtsverwaltung und Bahn lobte. Außerdem befinden sich jetzt 44 überdachte Einzelstellplätze für Fahrräder auf der Anlage. Zudem wurden 51 Bäume gepflanzt. „Wir sind kurz vor Weihnachten erst mit den Restarbeiten fertig geworden. Einerseits waren das die Pflanzungen, andererseits der Fahrradstellplatz“, sagt Nico Zehmke. Mit der Firma Stange (Elektro, Gransee), Gartenbau Gerth (Zehdenick) und dem Planungsbüro Weiland (Gransee, gemeinsam mit Fugmann/Janotta) waren drei Unternehmen der Region an der Umsetzung beteiligt. Den Abriss (Recycling Perleberg) und den Straßenbau (Baukontor Lange, Feldberg) übernahmen auswärtigen Firmen.

Gesamtkosten 720 000 Euro

Insgesamt kostete der Bau zwischen Bahnstrecke und Straße Am Güterbahnhof inklusive der Planung zirka 720 000 Euro. Diese Summe wurde mit 75 Prozent gefördert (Richtlinie des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft zur Unterstützung von Investitionen für den öffentlichen Verkehr).

Dem ersten Bauabschnitt wird der zweite folgen. In dem Zuge werden weitere 40 Parkplätze entstehen. Die werden genau dort errichtet, wo sich jetzt noch die Straße Am Güterbahnhof befindet. Bevor hier der ersten Spatenstich erfolgt, muss die neue Straße für das Gewerbegebiet Südost gebaut sein, welches auf der Fläche zwischen Landesstraße 22 (Richtung Zehdenick) und dem Kraatzer Weg entstehen wird. „Die neue Straße ist ’im Verfahren’“, sagt Nico Zehmke. Einen Zeitplan zur Umsetzung kennt er noch nicht.

Von Stefan Blumberg