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Oberhavel Entsorgt Oberhavel bald in die Tonne statt den gelben Sack?
Lokales Oberhavel Entsorgt Oberhavel bald in die Tonne statt den gelben Sack?
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00:25 24.02.2019
Die Verwendung gelber Tonnen soll unter anderem Verschmutzungen durch aufgerissene Säcke ein Ende bereiten. Quelle: Peter Springer
Oranienburg

Steht Oberhavel vor dem Ende der Gelben Säcke? Wenn es nach dem Landkreis geht, auf jeden Fall. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Kreisverwaltung hervor, die ab kommender Woche in den entsprechenden Ausschüssen diskutiert wird. Auslöser des Umdenkens ist das zum 1. Januar 2019 in Kraft getretene Verpackungsgesetz, welches unter anderem die Rücknahme des sogenannten Leichtverpackungsmülls (Kunststoff, Metall, Verbundstoffe) neu regelt.

Kreisvereinbarung zur Entsorgung von Verpackungsmüll läuft aus

Der aktuell geltenden Vereinbarung des Landkreises mit den Dualen Systemen, die wiederum aktuell die Abfallwirtschafts-Union Oberhavel (AWU) mit der Entsorgung des Verpackungsmülls beauftragt haben, liegt bislang die Verwendung Gelber Säcke zu Grunde. Eine Ausnahme bilden größere Wohnanlagen, in denen bereits auf Großraumcontainer zurückgegriffen wird. Diese Entsorgungsvereinbarung läuft zum 31. Dezember 2019 aus. Die Kreisverwaltung strebt bei der Ausarbeitung der neuen Vereinbarung nun den Umstieg auf feste Tonnen an.

Nutzung von Tonnen hat Vor- und Nachteile

Zum Einsatz kommen sollen 240-Liter-Tonnen bei 14-tägiger Lehrung. Im Rahmen ihrer Beschlussvorlage weist sie sowohl auf deren Vorteile, aber auch Nachteile hin. So sei bei der Benutzung von Tonnen die Verunreinigung durch aufgerissene Säcke durch Tiere nicht mehr möglich, die Beeinträchtigung des Straßenbildes, insbesondere bei großen Ansammlungen von Gelben Säcken, entfalle, auch die regelmäßige Beschaffung der Säcke durch die Bürger würde wegfallen. Fehlbefüllungen, beispielsweise um Gebührenzahlungen für Hausmüllabfälle zu umgehen, könnten bei der Entnahme von Stichproben aufgrund logistischer Feinheiten der Tonnenentsorgung verursachergerecht geahndet werden.

Die Beeinträchtigung des Straßenbildes durch Gelbe Säcke würde entfallen. (Archivbild) Quelle: Verwaltung

Nachteile seien der zusätzliche Platzbedarf für Tonnen auf den privaten Grundstücken sowie das steigende Risiko der Entsorgung von Hausmüll über die Gelben Tonnen, da Fehlbefüllungen – anders als bei Gelben Säcken – nicht immer und sofort, sondern eben nur bei Stichprobenentnahmen erkennbar seien.

Umstellung verursacht keine Kosten für Bürger und Landkreis

Die Kostenfrage einer Umstellung ist indes einfach geklärt: Mit dem Kauf entsprechender Produkte in Leichtverpackungen sind deren Entsorgungskosten bereits bezahlt. Ein Wechsel zu Gelben Tonnen läuft daher sowohl für die Bürger als auch den Landkreis kostenneutral ab. Die Gelben Tonnen würden durch den Entsorger, sprich die AWU, kostenlos bereitgestellt werden.

Beschlussvorlage der Kreisverwaltung

Grundlage für die Beschlussvorlage ist das am 1. Januar 2019 in Kraft getretene Verpackungsgesetz. Es löste die bislang geltende Verpackungsverordnung ab.

Zum 31. Dezember 2019 läuft die Vereinbarung zwischen Landkreis und Dualen Systemen zur Entsorgung des Leichtverpackungsabfalls aus. Eine neue Vereinbarung auf Grundlage des neuen Verpackungsgesetzes ist notwendig.

Die Vorlage der Verwaltung wird am kommenden Montag im Wirtschaftsausschuss besprochen, ehe sie eine Woche später in den Kreisausschuss geht und am 13. März im Kreistag behandelt wird.

Von Nadine Bieneck

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