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Oberhavel Entspannung in Velten: Pegelstände über Nacht gesunken
Lokales Oberhavel Entspannung in Velten: Pegelstände über Nacht gesunken
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17:09 27.07.2017
Die Pegelstände in Velten sanken über Nacht. Quelle: Stadt Velten
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Velten

Die Lage am Veltener Mühlengraben hat sich nach dem Starkregen am Dienstag und Mittwoch in der Nacht zum Donnerstag deutlich entspannt. Das teilte die Einsatzleitung der Stadt Velten bei einer gemeinsamen Lagebesprechung mit dem Landkreis und dem Technischen Hilfswerk (THW) mit. Die am Mittwochabend angeforderten und seit dem frühen Donnerstagmorgen vor Ort befindlichen Einsatzkräfte des THW aus Berlin-Treptow und Lübben einschließlich deren Pumpentechnik kamen aufgrund der sinkenden Pegelstände nicht zum Einsatz.

Die Stadt Velten geht davon aus, dass die Pegelstände aufgrund der stabilen Wetterlage im Tagesverlauf weiter sinken werden. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt kontrolliert die Pegelstände weiterhin regelmäßig. Die zwischenzeitlich erfolgten Sperrungen der Zufahrten von der Luisenstraße, der Großen Promenade und der Kantor-Gericke-Straße in die Mühlenstraße konnten aufgehoben werden.

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Landrat Ludger Weskamp dankte der Stadt Velten, insbesondere den Einsatzkräften der Feuerwehr und des THW sowie den vielen Anwohnern für ihr schnelles und beherztes Handeln: „Aus ’Velten packt an’ wurde ’Velten hat es gepackt’. Davon bin nach der heutigen Besprechung überzeugt.“ Sein Dank galt auch der Bürgermeisterin der Stadt Velten, Ines Hübner, die sehr frühzeitig die Expertise des Landkreises in das Einsatzgeschehen vor Ort einbezogen und damit rechtzeitige Unterstützung des Kreisbrandmeisters und des THW ermöglicht hat.

Rund 6.000 Sandsäcke wurden am Veltener Mühlengraben gestapelt. Quelle: Stadt Velten

Bereits am Mittwochabend, den 26. Juli, hatte sich Hübner mit dem Landrat sowie dem Kreisbrandmeister Steffen Malucha, Veltens Stadtwehrführer Heiko Nägel und einem THW-Fachberater über den Einsatz von Hochleistungspumpen des THW verständigt. Die Anlage sollte zur Entlastung des Veltener Mühlengrabens beitragen. Mit der Inbetriebnahme wurde in den frühen Morgenstunden gerechnet. Das Gewässer entlang der Mühlenstraße drohte aufgrund des nachströmenden Wassers aus der Ortslage Oberkrämer über die Ufer zu treten. Der Mühlengraben mündet in den Moorgraben, der wiederum das Wasser in den Hafen Veltens ableitet. Geplant war, den Mühlengraben auf Veltener Gemarkung kurz vor der Ortslage Wendemark über eine Strecke von rund 1,3 Kilometern in den Karauschenteich, der sich westlich des Eichstädter Weges befindet, zu pumpen.

Parallel wurden entlang des Mühlengrabens rund 6.000 Sandsäcke gestapelt, welche die Uferlinie des Gewässers und angrenzende Grundstücke sichern sollten. Für das Befüllen der Sandsäcke wurden die Feuerwehren aus den Städten Oranienburg und Hohen Neuendorf sowie aus dem Stadtteil Borgsdorf angefordert. Außerdem kontrollierte ein „Pegeltrupp“ des THW an mehreren Standorten in Leegebruch und Velten die Wasserstände.

Die Leitung und Koordination des Einsatzgeschehens liegt bei der Stadt Velten. Die Unterstützung durch den Landkreis erfolgt im Rahmen der Amtshilfe. Der Stadt konnten bereits am Mittwoch 4.000 Sandsäcke aus den Beständen des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Gransee zur Verfügung gestellt werden.

Die Stadt Velten vermeldete am Donnerstag eine Entspannung der Lage. Quelle: Stadt Velten

Weitere 90.000 Sandsäcke wurden aus dem Katastrophenschutzlager Beeskow durch Mitarbeiter des Brand- und Katastrophenschutzes der Landkreisverwaltung nach Oberhavel transportiert. 14.000 davon dienen der Wiederherstellung der Reservekapazitäten des FTZ. Die übrigen 76.000 Säcke wurden an die Städte und Gemeinden im südlichen Kreisgebiet verteilt. Auf diesem Wege konnten neben Velten u. a. Leegebruch (2.000), Oranienburg (2.000) Glienicke/Nordbahn (12.000) und Hohen Neuendorf (4.000) unterstützt werden.

Von MAZonline

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