Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Erste Hilfe-Kurs in Kneipp-Kita
Lokales Oberhavel Erste Hilfe-Kurs in Kneipp-Kita
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 12.04.2018
Zwei Daumen hoch – so merkt sich Lena (6) die „112“.
Zwei Daumen hoch – so merkt sich Lena (6) die „112“. Quelle: Jeannette Hix
Anzeige
Flatow

Zwei nach oben gestreckte Daumen sollen künftig Leben retten: Denn das ist die Eselsbrücke für die Steppkes von der Kneipp-Kita „Zwergenland“ in Flatow, sich die Notrufnummer 112 zu merken. Motto: Ein Daumen ist links, ein Daumen ist rechts – , und beide zusammen machen zwei Daumen. Der Grund für den „Crash-Lebensretter-Kurs: „Noch bis zum 13. April starten in der Kita die alljährlichen Gesundheitswochen. „Diesmal geht es um die 1. Hilfe“, sagt Kita-Leiterin Kathrin Busse-Staufenbiel beim MAZ-Besuch. Die Idee, die Steppkes im Notfall-Programm zu schulen, kam der 59-Jährigen letzten November, als sie selbst so einen Kurs besuchte.

Erste-Hilfe-Maßnahmen sollen Kids schulen

Und gleich am ersten Tag der Aktion am Montag musste in der Kita schon 1. Hilfe geleistet werden. Die Platzwunde von Brian (5) war wieder aufgeplatzt und musste ein neues Pflaster bekommen. Brians Bruder Ben (6) hatte in den letzten Tagen der Ferien im Legoland Dänemark versehentlich den Stein in Brians Richtung geworfen.

Erzieherin Mandy: „So konnten wir gleich an einem praktischen Beispiel üben, wie man ein Pflaster richtig anlegt.“ Kita-Kind Gregor (5) wissend: „Ja, man sollte sich Gummihandschuhe anziehen, damit keine Bakterien in die Wunde kommen.“ „Und man sollte Pflaster vorsichtig von der Haut abziehen, weil das sonst weh tut“, meint Paul (5).

Spielerisch sollen die Kids nun die nächsten Tage lernen, was im Notfall zu tun ist und wie Wunden so aussehen könnten. „Ich habe mir extra Kopien von Röntgenbildern besorgt, um Knochenbrüche zu zeigen“, sagt Kita-Leiterin Kathrin Busse-Staufenbiel. Auch Fotos mit Schnitt- und Schürfwunden werden gezeigt und welche Utensilien aus dem Verbandskasten auf welche Wunde passen. „Wir werden auch Wunden auf die Haut aufmalen“, sagt die Kita-Chefin. „Ziel ist, die Kinder zu sensibilisieren, damit sie im Ernstfall gewappnet sind.“

Lust auf Süßigkeiten? Eine Kinderhand voll pro Tag ist erlaubt

Sogar zwei Sanitäter haben sich für Freitag in der Kita angesagt, die schon zahlreiche Gütesiegel und Zertifikate wie vom „Kneipp Bund“ bekamen. Denn Gesundheit wird in der Einrichtung groß geschrieben. So gibt es einen Barfußpfad und eine Ernährungspyramide, die zeigt, was gesund und was ungesund ist. „So lernen die Kinder, dass sie zwar Süßigkeiten essen dürfen, aber immer nur soviel, wie in eine Kinderhand reinpasst“, sagt die Kita-Chefin.

Auch der Koch der Schulküche wurde im Rahmen der Gesundheitstage eingeladen. Folge: Statt Klebe-Reis gibt es jetzt Vollkornreis, statt süßem Joghurt ungesüßten. Und Kathrin Busse-Staufenbiel ist sich sicher: „Unsere 37 Kinder sind viel weniger krank. Wenn andere Einrichtungen durch Husten und Co. gelichtet sind, sind bei uns immer noch alle da.“

Von Jeannette Hix

Oberhavel Kriminalitätslage vom 9. April 2018 - Polizeiüberblick: 32 Lkw-Planen aufgeschlitzt
09.04.2018
09.04.2018