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Oberhavel Einigung nach Dauerstreit
Lokales Oberhavel Einigung nach Dauerstreit
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07:42 27.06.2014
Quelle: dpa
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Oranienburg

Nach der getroffenen Einigung gilt der Tarifvertrag rückwirkend zum 1. März. Lohnsteigerungen soll es laut Vereinbarung am 1. Januar und 1. Juli 2015 geben. Bis zuletzt gerungen wurde um Arbeits- und Urlaubszeiten und die Eingruppierung einzelner Beschäftigter in die acht Lohngruppen.

„Es war wichtig, zu einer Einigung zu kommen, die die Leistungsfähigkeit des Hauses nicht einschränkt“, sagte SOG-Geschäftsführer Kay Duberow. Die Einigung komme beiden Seiten entgegen, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Mundt (CDU). NGG-Verhandlungsführer Sebastian Riesner bezeichnete das Ergebnis als „akzeptabel“. Immerhin seien die Tarifverhandlungen sehr schwierig verlaufen. Riesner lastete es Vizebürgermeisterin und Interimsgeschäftsführerin Kerstin Kausche (CDU) an, dass die Auseinandersetzung so lange dauerte. Kausche habe zunächst an der Gewerkschaft vorbei allein mit dem Betriebsrat verhandeln wollen. „Damit hat sie eine Spaltung der Belegschaft in Kauf genommen“, sagte Riesner. Erst zwei Warnstreiks brachten die NGG an den Verhandlungstisch.
Die Auseinandersetzung sei danach emotional belastet gewesen. „Es war schwierig und nervenaufreibend“, so Riesner. „Die andere Seite war in Tarifverhandlungen sehr unerfahren.“ Der Wechsel in der Geschäftsführung habe die Verhandlungen versachlicht.

Löhne steigen in drei Stufen

Die SOG zahlte bislang weder Tarif- noch Mindestlohn. Geschäftsführung, Aufsichtsrat und die Stadt hatten daran keinen Anstoß genommen. Mit der Einigung liegt der unterste Stundenlohn nun bei 7,97 Euro und klettert ab 1. Januar 2015 auf die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro. Ab 1. Juli 2015 sollen 9,03 Euro gelten.

Die mittlere Einkommensgruppe bekommt nun 9,38 Euro, dann 10 und später 10,63 Euro. Die SOG werde damit als Arbeitgeber auch attraktiver, sagte Geschäftsführer Kay Duberow. Er wolle aber auch versuchen, die Effizienz im Haus zu steigern.
Der Tarifvertrag muss noch unterzeichnet werden und gilt bis Ende 2016.

Die Stadt muss nun für dieses Jahr 308000 Euro Personalmehrkosten zusätzlich bereitstellen. 2015 und 2016 kommen jeweils 613500 Euro hinzu. Die SOG könne das allein nicht stemmen, sagte Duberow. Er schloss eine Erhöhung der Eintrittspreise aber aus. Auch eine Schließung des Turms sei kein Thema, sagte Werner Mundt. Weil die Subventionen der Stadt für ihre Tochter nun weiter steigen, brachte der Stadtverordnete Heiner Klemp (Grüne) erneut die Idee einer Beteiligung Privater an der SOG ins Spiel.

Von Klaus D. Grote

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