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Oberhavel Fakten zur Eierfabrik
Lokales Oberhavel Fakten zur Eierfabrik
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13:45 22.02.2018
Die Mitglieder der BI Contra Eierfabrik fuhren auch zur Demo auf dem Potsdamer Platz. Quelle: MAZ-Archiv
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Oranienburg

Das Landesamt für Umwelt hat in einer offiziellen Bekanntmachung die Eckpunkte für die Errichtung zweier Legehennenanlagen in Zehlendorf veröffentlicht. Demnach möchte die Firma Vortallen Legehennenbetrieb aus Haren/Wesuwermoor eine Anlage für 21 000 Tiere in Zehlendorf, Flur 6, Flurstück 9b, errichten und betreiben. Parallel dazu möchte die Zehlendorfer BioEi GbR ebenfalls mit Sitz in Haren eine Anlage gleicher Größe auf dem Nachbargrundstück , Flurstück 9a, bauen und betreiben. Für das Vorhaben ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen. Je Anlage planen die Firmen einen Stall mit Wintergarten, zwei kalte Räume zum Scharren, eine eingezäunte Auslauffläche von je 8,4 Hektar.

In Zehlendorf und Wensickendorf protestieren die Menschen gegen die Eierfabrik. Quelle: Bert Wittke

Hinzu kommen unter anderem je zwei Futtersilos mit je 25 Kubikmeter, eine Packhalle mit Hygieneschleuse, eine Eiersammelstelle und ein Eierlager. Auf den beiden Flurstücken sollen außerdem jeweils zwei Abwassersammelgruben á 25 Kubikmeter, ein Flüssiggasbehälter für 6400 Liter, ein Kadavercontainer und ein Löschwasserbrunnen entstehen. Die Anträge liegen ab 24. Januar für einen Monat zur Einsichtnahme aus. In den Unterlagen sind auch Angaben zur Umweltverträglichkeit wie Schall, Geruch, Ammoniak und Stickstoff, Staub und Keime sowie Auswirkungen auf Fauna, Wasser, Boden und Schutzgebiete enthalten. Die Inbetriebnahme der Anlagen planen die Firmen für September 2019.

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Wer Einwendungen gegen die Pläne hat, kann diese bis zum 23. März schriftlich oder elektronisch übermitteln. Die Einwendungen werden am 23. Mai ab 10 Uhr im Oranienwerk erörtert.

Einsichtnahme

Die Genehmigungsanträge und alle weiteren erforderlichen Unterlagen liegen vom 24. Januar bis einschließlich 23. Februar zu den üblichen Dienststunden an folgenden Stellen aus: Landesamt für Umwelt, Potsdam, Ortsteil Groß Glienicke, Seeburger Chaussee 2, Haus 3, Zimmer 328

im Landratsamt in Oranienburg, Adolf-Deckert-Straße 1, Haus 1, Zimmer 1.76,

im Stadtplanungsamt im Schloss, Haus II, 1.OG, im Foyer.

Der Erörterungstermin findet am 23. Mai im Oranienwerk statt.

Die Bürgerinitiative Contra Eierfabrik Oraneinburg und der BUND rufen die Bürger auf, Einwendungen gegen das Bauvorhaben zu erheben. „Wer die Anlage verhindern will, muss sich jetzt an diesem Verfahren beteiligen“, sagte Jens-Martin Rode, Leiter der Kampagne „Stoppt den Megastall!“. Die BI und der BUND bieten dazu Informationsveranstaltungen und Hilfestellung an. Für die Bürgerinitiative sind Heike Bartel unter 0172/1 53 71 89 sowie Axel Wunsch unter 01573/1 95 11 40 zu erreichen. Infos auch unter www.contra-eierfabrik.de.

Von Andrea Kathert