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Oberhavel Fallschirmspringer bekommen zweite Flugzeug
Lokales Oberhavel Fallschirmspringer bekommen zweite Flugzeug
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02:19 06.05.2018
Gransee

Das schlechte Wetter kann nicht nur die Laune vermiesen, sondern einen ganzen Betrieb wie das Fallschirmzentrum in Gransee in die roten Zahlen treiben. Mit der selben Offenheit, die die Flugplatzbetreiber Jan Dietrich Hempel und Nga Dieu bei ihrem Antrittsbesuch in der Stadtverordnetenversammlung Gransee im vorigen September an den Tag gelegt hatten, präsentierten sie am Mittwochabend der Arbeitsgruppe Flugplatz die Bilanz der Go Jump GmbH für 2017.

Jan Dietrich Hempel berichtete von verärgerten Tandem-Sprung-Kunden, die mehrmals anreisen mussten oder gar umsonst nach Gransee kamen, von langen Wartezeiten und enttäuschten Sportspringern, die der zahlenden Kundschaft den Vortritt lassen mussten. Von einem Drittel Umsatzeinbuße und einem Minus von 100 000 Euro sprach der Chef des in Ziegelscheune ansässigen Unternehmens. Die Verluste, so erklärte er anhand von detaillierten Zahlen, ließen sich nur durch ein zweites Flugzeug und die Trennung von Sport- und Tandemspringern ausgleichen.

Die neue Super Van 900 ist so gut wie einsatzbereit. Sind alle Formalitäten erledigt, wird das Flugzeug ab dem 12. Mai den Sportspringern zur Verfügung stehen. 50 Starts sind mit den beiden baugleichen Maschinen, die kleiner und leiser sind als ihre Vorgänger, möglich. Ein Flugzeug in der Luft, eins am Boden, so wird der Idealfall sein.

1370 Starts – in der Fachsprache Loads – gab es im vergangenen Jahr, bis zu 1600 wären mit der einen Maschine möglich gewesen.

Starten und landen können die Flugzeuge in einem zwei Meilen (etwa 3,6 Kilometer) großen Radius. Um auf 4000 Meter Absetzhöhe zu kommen, braucht der Pilot etwa eineinhalb Runden. Welche Route er nehmen darf, entscheidet die Flugverkehrskontrolle in Tegel, weil Gransee in der Einflugschneise für Maschinen aus dem Norden liegt. Eine Idealroute sei kaum machbar, hieß es auf Nachfrage. Denn neben der Sicherheit spiele auch die Windrichtung eine Rolle. „Die Piloten versuchen, schnell zu steigen, um Kerosin und damit Kosten zu sparen.“ Langsamer sinkt das Flugzeug übrigens, wenn noch Passagiere an Bord sind.

Eine Nachfrage gab es zu Flugpausen während Trauerfeiern auf dem Friedhof. In einem Fall sei diese Verabredung nicht eingehalten worden. Nga Dieu versicherte, dass alle Beerdigungsinstitute um entsprechende Termin-Mitteilung gebeten worden sind. Das soll auch so beibehalten werden.

Die Unternehmer kündigten mehrere Veranstaltungen auf dem Sprungplatz an. Sofern Aufträge zu vergeben sind, werden regionale Unternehmen berücksichtigt.

Die Arbeitsgruppe Flugplatz wurde 2014 gegründet, um den von Fluglärm betroffenen Bürgern ein Forum zu geben.

Von Martina Burghardt

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