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Oberhavel Feiern nach einem Jahr mit Einsatz-Rekord
Lokales Oberhavel Feiern nach einem Jahr mit Einsatz-Rekord
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17:37 04.02.2018
Ehrenurkunden und Plaketten von Stadt und Kreis für die Einsatzbereitschaft in der Sturm- und Hochwasserzeit. Zudem wurden Feuerwehrleute befördert – auch Paulina Rzehaczek. Quelle: Heike Bergt
Friedrichsthal

Seit Sonnabendabend darf sie sich offiziell Feuerwehrfrau nennen: Paulina Rzehaczek. Die angehende Torhorst-Abiturientin ist nun im aktiven Dienst der freiwilligen Feuerwehr von Friedrichsthal. An ihren ersten richtigen Einsatz beim Hochwasser im Juni 2017 kann sie sich noch gut erinnern: „Da stand der Keller eines Hauses in Lehnitz unter Wasser und Benzin war ausgelaufen. Eine gefährliche Mischung.“ Und auch wenn demnächst Abi-Stress ansteht: „Ehrenamtliche Arbeit ist mir wichtig, man darf nicht immer fragen, was es bringt“, so die 18-Jährige.

Allein in einer Männerwelt ist sie bei der Friedrichsthaler Feuerwehr nicht: Von den 21 Aktiven sind fünf Frauen. Zudem gibt es eine Jugendfeuerwehr, aus der auch sie aufgerückt ist, mit 15 Jugendlichen und die neun „Löschzwerge“.

Bis auf die Jüngsten vereinte am Sonnabend alle im Depot in der Keithstraße die Jahreshauptversammlung. Dafür war das Löschfahrzeug vor der Tür geparkt, standen Lichter auf Stehtischen, war ein Büfett aufgebaut.

Auch die Friedrichsthaler Feuerwehrleute hatten im „Sturmjahr“ 2017 viel um die Ohren: Zu 100 Einsätzen rückten sie aus, so Manuel Jänisch, seit sieben Jahren Ortswehrführer. Da kamen 345 Einsatzstunden zusammen, noch dazu Lehrgänge, Ausbildung, ihr Beitrag bei Dorffesten. Der Ausbildungsstand sei sehr gut, so Jänisch. Allerdings das Depot zu klein. Fürs Umziehen bleibt gerade den Jugendfeuerwehrleuten ein halber Meter zwischen Spind und Auto.

„Wir werden das Thema Depotneubau 2018 forciert angehen“, so der stellvertretende Stadtbrandmeister Jens Pamperin aus Friedrichsthal. „100 Einsätze, das war enorm. Ihr wart immer und überall dabei, man kann sich auf Euch verlassen“, lobt er und überreichte Anerkennungsurkunden der Stadt und Medaillen des Kreises für die Einsätze nach dem Jahrhundertregen im Juni.

Seit Juli ist Felix Bugiel neuer Jugendwart. Er erinnerte bei der Versammlung unter anderem an den Feuerwehrtag, an dem bei der Übung auf der Malzer Werft drei Menschen bei einem Gebäudebrand gerettet werden mussten.

Seit inzwischen 17 Jahren unterstützt der Förderverein die Feuerwehrleute. Er zählt 40 Mitglieder, davon sind 20 aktiv. „Über die Jahre haben wir immer finanziell unter die Arme gegriffen, wenn etwas den finanziellen Rahmen der Stadt sprengte“, so Detlev Jansa. Im Durchschnitt mit 1000 Euro im Jahr.

So wurden Warnlichter für die Straße gekauft, um den Einsatz der Feuerwehrleute noch sicherer zu machen, ein internes Alarmmeldesystem, ein Türöffnungskoffer, Handschuhe oder Spezialwerkzeuge. 2018 wolle man wieder mehr Veranstaltungen organisieren, für den Zusammenhalt, so Jansa.

Ob Elektriker, TÜV-Prüfer, Sanitäter, Krankenpfleger, Berufsfeuerwehrmann oder Verwaltungsangestellter – bei den Freiwilligen der Friedrichsthaler Feuerwehr sind viele Berufe vertreten. Und Manuel Jänisch arbeitet Schicht in der Leitstelle Eberswalde, wo alle Notrufe einlaufen und die Rettungseinsätze koordiniert werden. Klar sei das nicht immer einfach: „Irgendwann sind alle Freunde nur noch Feuerwehrleute“, sagt er und lacht. „Anders geht es einfach nicht.“

Befördert: Thomas Klug und Luigi Lipsky zu Feuerwehrmannanwärtern, Paulina Rzehaczek zur Feuerwehrfrau, Felix Bugiel zum Hauptfeuerwehrmann und Dennis Lutter zum Löschmeister.

Gedenkminute: Feuerwehrmann Jürgen Minge starb im Dezember.

Mitglieder: Insgesamt 53 Mitglieder, davon 21 aktive, acht in der Alters- und Ehrenabteilung, 15 Jugendfeuerwehrleute, neun „Löschzwerge“.

Von Heike Bergt

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