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Oberhavel Festplatz-Projekt nimmt nächste Hürde
Lokales Oberhavel Festplatz-Projekt nimmt nächste Hürde
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00:30 02.02.2015
Der Entwurfsplan für die neue Festwiese am Havelufer.
Der Entwurfsplan für die neue Festwiese am Havelufer. Quelle: Cindy Lüderitz
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Zehdenick

Im Norden der Stadt soll in den nächsten Jahren eine industrielle Brachfläche entwickelt und künftig Mittelpunkt aller Feierlichkeiten werden. Bereits zur 800-Jahr-Feier 2016 könnten Teile des Standortes an der Philipp-Müller-Straße bespielt werden.

Herzstück der Anlage ist ein kleines Amphitheater mit rund 500 Sitzplätzen (auf bis zu 800 erweiterbar) und einem großzügigen Freiluftbereich, wo künftig Ritterspiele, Open-Air-Konzerte oder auch Theateraufführungen stattfinden sollen. Daneben soll es eine Festwiese, einen Naturspielplatz, einen Lehrpfad und eine Multifunktionshalle geben. Deren Dimension macht einigen Stadtverordneten allerdings kalte Füße. Ein konkretes Nutzungskonzept für das Gebäude gibt es bislang nicht. Laut Bürgermeister Arno Dahlenburg werden in der ASZ-Arbeitsgruppe verschiedene Varianten einer wirtschaftlichen Betreiberlösung diskutiert. Die Halle soll möglichst ganzjährig betrieben werden und als wetterfeste Alternative für Freiluftveranstaltungen dienen. Über das Konzept werden die Stadtverordneten zu gegebener Zeit separat entscheiden. „Die Stadt kann die Halle nicht betreiben“, mahnte Eberhardt Feige (FDP). Das gebe der Haushalt nicht her. Unsicherheit darüber, ob sich die Stadt mit der Festhalle womöglich zu viel vornimmt, herrscht auch in anderen Fraktionen. Norbert Gerth (SPD) gab zu bedenken, dass alle Investitionen im Bereich Festplatz Folgekosten verursachen werden. Zugleich sind die Festhalle und das Naturparkhaus zentrale Bestandteile der von den Fördermittelgebern unterstützten Konzeption. Die Stadt sei deshalb an bestimmte Kriterien der Vergabe gebunden, erklärte Dahlenburg. Dazu gehöre nicht nur die Gestaltung der Freiflächen, sondern eine multifunktionale Nutzung des Areals. Sollte sich keine tragfähige Konzeption für die große Halle finden, wäre es laut Bürgermeister immer noch möglich, diese abzureißen. Bis 2018 stünden der Stadt die Fördermittel für die Entwicklung der Fläche zur Verfügung. „Es war beim Ankauf klar, dass wir Geld in die Hand nehmen müssen, wenn wir einen niveauvollen Festplatz entwickeln wollen“, so Dahlenburg. Dazu hätten sich die Stadtverordneten bekannt.

Anwohner der Schleusenstraße kritisieren das Vorhaben indes als „nicht durchdacht“. Die Belange der Anlieger fänden in den bisherigen Planungen zu wenig Berücksichtigung, sagte eine Einwohnerin vor den Stadtverordneten. Anlieger fürchten um Ruhe und Privatsphäre, wenn sich künftig tausende Menschen auf dem Festplatz amüsieren, an- und abreisen. Dem widersprach der Bürgermeister mit Blick auf den bisherigen Umgang der Stadt mit den Planungen. Die Bürger seien frühzeitig miteinbezogen worden und werden auch in den nächsten Phasen Gelegenheit bekommen, ihre Anregungen und Bedenken zu dem Vorhaben einzubringen.

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