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Oberhavel 1200 Schutzkittel von Takeda
Lokales Oberhavel 1200 Schutzkittel von Takeda
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18:12 31.03.2020
Gerd Ritter freut sich über eine weitere Lieferung von Schutzausrüstungen. Quelle: Landkreis Oberhavel
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Oberhavel

Im Landkreis Oberhavel sind mit Stand vom 31. März, 12 Uhr, 106 Menschen positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet worden. Davon befinden sich 83 Personen in häuslicher Quarantäne, neun müssen stationär behandelt werden. Eine Person ist verstorben. 13 Personen sind geheilt. 781 Menschen aus Oberhavel stehen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie begründete Verdachtsfälle sind. 547 Menschen wurden bereits negativ auf das Coronavirus getestet, bei 234 Personen steht das Testergebnis aktuell noch aus. Außerdem wurden 390 Menschen im Landkreis häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen direkten Kontakt hatten.

Noch keine Fälle aus Kremmen und Fürstenberg gemeldet

Die COVID-19-Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im gesamten Landkreis: Hennigsdorf (19), Hohen Neuendorf (18), Oranienburg (18), Velten (12), Oberkrämer (10), Glienicke/Nordbahn (10), Mühlenbecker Land (5), Birkenwerder (4), Löwenberger Land (3), Leegebruch (4) sowie Liebenwalde, Zehdenick und Amt Gransee (jeweils 1 Fall). In Fürstenberg/Havel und Kremmen gibt es keine gemeldeten COVID-19-Fälle.

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Landrat dankt für Spende von Takeda

Unterdessen sind am späten Montagnachmittag weitere Materiallieferungen beim Landkreis Oberhavel eingetroffen. Insbesondere konnten Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken in Empfang genommen werden. Die Materialien hat der Landkreis inzwischen an die Kliniken, den Rettungsdienst und die Feuerwehren verteilt. „Ganz herzlich danken möchten wir außerdem der Oranienburger Firma Takeda, die dem Landkreis 1200 Schutzkittel zur Verfügung gestellt hat. Die Schutzkittel haben wir bereits weiterverteilt. Das ist ein tolles Beispiel dafür, wie Hilfsangebote in unserer Region schnell und unbürokratisch dorthin gelangen, wo sie momentan am dringendsten gebraucht werden“, bedankt sich Landrat Ludger Weskamp für die Hilfe.

Fast 1800 Kinder in der Notfallbetreuung

Weitere Unterstützung gibt es für Eltern in den systemrelevanten Berufen. Für sie gilt seit Montag die Ein-Elternteil-Regelung. Das bedeutet, dass eine Notfallbetreuung in Kitas und Horten auch dann möglich ist, wenn nur ein Elternteil in der kritischen Infrastruktur tätig ist. Fast 60 Anträge auf Notfallbetreuung für Kinder hat der Landkreis am Montag positiv beschieden. Insgesamt nutzen damit fast 1800 Kinder die Notfallbetreuung, davon knapp 1400 in Kitas und 340 in Schulen. „Das sind etwa elf Prozent der Kinder, die sonst in Oberhavel in Kitas und Schulen betreut werden“, sagt Sozialdezernent Matthias Kahl. „Damit ist das Ziel, die Gruppen in den Betreuungseinrichtungen zu verkleinern, in Oberhavel erreicht worden. Dafür bedanken wir uns bei allen Eltern, die alternative Betreuungsmöglichkeiten organisiert haben. Wir wissen, dass das nicht immer einfach ist, dennoch ist es ein sehr wichtiger Beitrag, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Die prozentuale Quote sollte allerdings nicht weiter anwachsen.“

Hilfe für Tafel und Tierheim wird geprüft

Geprüft wird im Landkreis Oberhavel außerdem, wie ehrenamtliche Initiativen und Einrichtungen unterstützt werden können, die von keinem Landes- oder Bundesprogramm profitieren. „Wir denken dabei an die Tafel genauso wie an Tierheime oder Einrichtungen des Tierschutzes. Sie alle arbeiten gemeinnützig und verdienen unsere Unterstützung. Wir werden daher gemeinsam mit Kreistagsabgeordneten überlegen, welche Hilfe wir als Landkreis zur Verfügung stellen können und dürfen“, blickt Ludger Weskamp auf die Aufgaben in den kommenden Tagen voraus.

Der Landrat ruft zugleich alle Oberhavelerinnen und Oberhaveler auf: „Bitte helfen Sie mit, dass die wichtigen Hilfsangebote in unserer Region weiter Bestand haben können und ehrenamtliche Strukturen in unserem Landkreis erhalten bleiben. Denn diese Hilfen sind eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft. Denken Sie an Ihre Nächsten, die Gutes tun, und unterstützen Sie sie bitte auch weiterhin mit Ihren Spenden.“

Von MAZonline