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Oberhavel Fleißig geklappert im Oberhavel-Norden
Lokales Oberhavel Fleißig geklappert im Oberhavel-Norden
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20:30 25.08.2014
Fast flügge: Die drei stattlichen Jungstörche in Neuholland kurz vor ihrem Abflug nach Afrika. Nicht alle Storcheneltern haben ihren Nachwuchs so weit gebracht. Quelle: Roland Heigel
Himmelpfort

Wenn es keinen Sturm, keinen Starkregen und Hagel gegeben hätte, wäre es sogar ein optimales Storchenjahr geworden. Durch die Wetterunbilden verendeten relativ viele, zum Teil schon größere Nestlinge“, bedauert der Leiter der Naturschutzstation Woblitz bei Himmelpfort, der jährlich die Storchenbilanz im Altkreis Gransee zieht. Die Naturschutzstation ist gleichzeitig Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg.

Leider wurden viele Horste im Oberhavel-Norden nicht bezogen. Das kann wie in Gransee daran liegen, dass es zu wenig Grünland in der unmittelbaren Umgebung gibt. „Aber wahrscheinlich sind im Frühjahr zu wenig Altstörche hier gelandet“, vermutet Paul Sömmer. Diejenigen, die sich für eine Brutsaison zwischen Falkenthal und Blumenow, zwischen Rauschendorf und Zehdenick entschieden hatten, waren sehr fleißig bei der Aufzucht ihres Nachwuchses. 117 Junge flogen aus, damit hatten 38 Horstpaare erfolgreich gebrütet. Im vergangenen Jahr flogen nur 63 Junge aus.

Unbestrittene Storchen-Hochburg im Altkreis ist das Dorf Falkenthal. „Das liegt auch an den Leuten dort. Denen sind die Störche willkommen und mit Uwe Rohtermundt haben sie sogar einen ,Vater’, der auch mir bei der Storchenbetreuung hilft“, sagt Paul Sömmer. Das ist nicht überall so, deshalb appelliert er immer wieder an die Menschen, die im Umkreis eines Storchennestes wohnen, die Tiere zu beobachten. Von den zehn Horsten in Falkenthal waren acht besetzt worden. Ein Paar blieb ohne Brut, die anderen zogen 19 Junge groß.

Zu denen, die für Störche ein großes Herz haben, gehört auch der Netzmeister des Energieversorgers Edis. „Ein Telefonat mit Jörg Friedrich reicht und schon steht im Bedarfsfall ein neuer Mast da“, äußert sich Paul Sömmer voller Anerkennung und ist gleichzeitig ein wenig traurig, weil Jörg Friedrich demnächst seinen Ruhestand antritt. „Da ist über all die Jahre ein sehr gutes Verhältnis und Verständnis füreinander entstanden. Ich hoffe, das kann auch mit seinem Nachfolger fortgesetzt werden.“

Das Nahrungsangebot für die Störche war in diesem Jahr sehr gut. Es gab reichlich Regenwürmer, Mäuse, Heuhüpfer. „Oft hab’ ich vormittags junge und alte Störche auf dem Nest gesehen und die Jungen machten weder Rabatz, noch rissen sie die Schnäbel auf. Das bedeutete, dass sie satt waren und sich die Eltern nicht über Mittag auf Nahrungssuche begeben mussten“, so Sömmer. Dafür hat das durchwachsene Wetter gesorgt. Es gab im Juli zwar kurz eine Hitzeperiode, aber da standen dann die Insekten auf dem Speiseplan.

Storcheneltern mit vier und drei Jungen

Etliche Paare schafften mehr als die einfache Reproduktion.
Vier Störche wurden in folgenden Horsten flügge: Falkenthal Ausbau, Betonmast ohne Leitung; Großwoltersdorf, Ziegelesse an der Stallanlage; Neulögow, Dorfstraße 59, Ziegelschornstein auf Stalldach; Sonnenberg, Schornstein auf Ziegel-Gerätehausdach; Zehdenick, Falkenthaler Chaussee 26, Betonmast ohne Leitung.
In folgenden Nestern wurden drei Junge groß: Altlüdersdorf, Dorfstraße 36, Luftschacht auf Stalldach; Bergsdorf, Giebel von Kirchenschiff; Buberow, Giebel von Kirchenschiff; Falkenthal, Breite Straße 43, Ziegel-Stalldach; Falkenthal, Breite Straße 59, Betonmast ohne Leitung; Falkenthal, Breite Straße 14, Ziegeldach; Häsen, gestutzte Buche; Kraatz, Hauptstraße<TH>16, Ziegel-Stalldach; Mildenberg, Amt, Siedlung 18, Gittermast; Neulüdersdorf, Betonmast; Rauschendorf, Stützpfeiler von abgerissener Scheune; Schönermark, Dorfstraße 16, Ziegel-Wohnhausdach; Schulzendorf, Annahof, Stalldach; Zehdenick, Eisenbahnstraße, Betonmast ohne Leitung; Zehdenick, Siedlung II, Betonmast.

Traurig war das Schicksal eines Altstorches aus Buberow. Er ist Ende Juli angefahren worden und irrte dann drei Tage lang auf einem Feld an der B 96 umher. „Als wir ihn fanden, sahen wir, dass sein Karpalgelenk gebrochen und die Stelle schon stark infiziert war. Der Storch musste eingeschläfert werden“, berichtet der Vogelexperte von der Woblitz.

Von den 69 Horsten, die im Altkreis Gransee zur Verfügung stehen, wurden 42 von Storchenpaaren angenommen. 41 von ihnen begannen zu brüten, 38 waren erfolgreich. Die drei Brutverluste hatten alle verschiedene Ursachen, weshalb Paul Sömmer auf eine Problemanalyse verzichtet. Insgesamt lag die Reproduktionsrate bei 2,85.

Die 117 Jungstörche und die Altvögel aus dem Altkreis Gransee sind inzwischen schon in Richtung Süden unterwegs. Wann sie im Winterquartier ankommen, hängt von der Thermik ab. Aber es gibt zumindest für die Vögel, die nach Südosten ziehen, eine zeitliche Faustregel: „Bis Ende September sollten die Störche über den Bosporus gezogen sein“, sagt Paul Sömmer.

Von Anke Dworek

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