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Oberhavel Hat die Straßenbahn eigentlich Vorfahrt?
Lokales Oberhavel Hat die Straßenbahn eigentlich Vorfahrt?
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16:19 18.03.2019
Die Teilnehmer des nicht repräsentativen Führerscheintests mussten ordentlich überlegen, wo sie ihre Kreuz setzen. Foto: Enrico Kugler
Oranienburg

Knut Murswiek hatte 64 Fragebögen dabei. „Es sind 30 Fragen, die beantwortet werden müssen. Eine Zeitvorgabe gibt es nicht“, sagt der Inhaber der Fahrschule Kremmen. „Jeder kann seine Lieblingszahl nennen. Das ist dann der Prüfungsbogen.“ 13 Leser wurden zur Theorieprüfung zugelassen. Die waren im Alter zwischen 19 und 63 Jahren. „Natürlich war die Prüfung nur ein Spaß. Niemand hatte sich vorbereiten können. Zudem ist die Konzentration nicht so gewesen, wie bei einer richtigen Prüfung“, erklärt Fahrschullehrer Knut Murswiek (54), der seit 30 Jahren Jugendliche das Autofahren lehrt. „Doch alle wollten wissen, ob sie es noch können.“

Im großen MAZ-Test wagten 13 Leser das Experiment und wiederholten die Theorieprüfung für den Pkw-Führerschein. Dabei heraus kamen erstaunliche Ergebnisse.

Altersunterschied nicht ausschlaggebend für Testergebnisse

Am Ende hätten zwei Teilnehmer bestanden. Cindy Rüster aus Oranienburg erlaubte sich gerade mal acht Fehlerpunkte. Auch MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler erwischte einen starken Tag und bestand die Prüfung – mit nur vier Fehlerpunkten. „Doch ein Großteil lag zwischen zwölf und zwanzig Fehlerpunkten. Das ist eigentlich okay. Ohne vorher zu üben.“ Auch der Altersunterschied spielte keine Rolle. Die Älteste und die Jüngste lagen eine falsche Frage auseinander.

Die Teilnehmer beim großen MAZ-Führerscheintest. Quelle: Enrico Kugler

Straßenbahn hat keine Vorfahrt mehr

Die wohl wichtigste Erkenntnis des Abends: Die Straßenbahn hatte zu DDR-Zeiten generell Vorfahrt. In der Straßenverkehrsordnung der Bundesrepublik Deutschland ist das nicht so. Die falsche Antwort kostete zum Beispiel René Blanck (38) den Führerschein. „Das wusste ich bis heute nicht“, gesteht der Oranienburger.

MAZ-Leserin Cindy Rüster bestand den Test. Quelle: Enrico Kugler

MAZ macht mit: So lief der Test für unsere Mitarbeiter

Applaus für Robert Tiesler (40). Er hat die Prüfung bestanden – vier Fehlerpunkte.

Ulrike Gawande (46) hatte 19 Fehlerpunkte. Sie würde nicht bremsen, wenn Wildschweine entgegenkommen (vier Fehlerpunkte).

Marco Paetzel (35) hatte auch 19 Fehlerpunkte – nicht bestanden.

Knut Hagedorn (41) hätte nicht bestanden. Der Sportreporter kassierte 43 Fehlerpunkte.

Sebastian Morgner (41) war im ersten Teil noch gut im Rennen, am Ende ließ der Redaktionsleiter aber kräftig nach (39 Fehlerpunkte).

Von Sebastian Morgner

Unterstützung für die „Fridays for Future“-Initiative kommt auch von den Oranienburger Schülern. Rund 200 demonstrierten am Freitag (15. März) auf dem Schlossplatz für eine bessere Zukunft. Einige Schulen hatten dem allerdings einen Riegel vorgeschoben.

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