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01:16 12.12.2014
Kerstin Heinrich ist zufrieden mit dem System. Rathausmitarbeiter können den Andrang ebenfalls besser einschätzen.
Kerstin Heinrich ist zufrieden mit dem System. Rathausmitarbeiter können den Andrang ebenfalls besser einschätzen. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Die Einwohner können nun an einem Automaten am Flureingang eine laufende Nummer ziehen. An einem Bildschirm an der Decke des Wartebereichs werden sie über die aktuell aufgerufene Wartenummer informiert – und darüber, in welche Büro sie gehen müssen. Auf der Marke ist zudem die geschätzte Wartezeit vermerkt. Zu den ersten Nutzern des Systems zählte am Dienstag Kerstin Heinrich. Die vierfache Mutter hatte im Bereich „Familie und Bildung“ etwas zu erledigen. Das lief „völlig problemlos“, sagt die 41-Jährige nach wenigen Minuten freudestrahlend. Im März war die sechsköpfige Familie aus Berlin nach Hohen Neuendorf gezogen. Abgesehen vom Thema Auto, seien sämtliche Familienbelange in einem Rutsch und im selben Gebäude erledigt worden, inklusive Hund. Die Mitarbeiter seien freundlich gewesen. Und die diesbezüglichen Erfahrungen in Berlin? „Anstrengend!“, sagt Kerstin Heinrich.

Ein weiterer Schritt in Richtung bürgernahe Verwaltung

„Damit vollzieht die Stadt Hohen Neuendorf einen weiteren Schritt in Richtung einer bürgernahen Verwaltung“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Linke) gestern. Mit dem Relaunch der neuen Internetseite, der für das Frühjahr 2015 geplant ist, könnten Termine im Termine im Gewerbe-, Ordnungs- und Einwohnermeldeamt sowie im Bildungsbereich dann auch online reserviert werden. „Nichts ist schlimmer, als wenn Bürger unmotiviert eine halbe Stunde warten müssen und mit entsprechender Laune ins Büro gehen“, betont Hartung. Zudem unterstütze das Computersystem die interne Organisation, indem Wartezeiten und Fallzahlen erfasst werden. „Der Mitarbeiter braucht keine Strichliste zu führen.“

Daten und Fakten

Die Stadt Hohen Neuendorf nutzt das Aufrufsystem NetCallUp, für das es deutschlandweit 300 Referenzen gibt.
In der Landeshauptstadt Potsdam wird das Softwareprodukt bereits eingesetzt, ebenso in der Kfz-Zulassungsstelle in Oranienburg.
Rund 14.000 Euro wurden in Technik, Software und Installation investiert.
Touchscreens erlauben frei programmierbare „Tasten“ auf dem Bildschirm.
Möglich ist auch eine Online-Terminreservierung.

Eigentlich sollte dieses System erst im geplanten Rathausanbau installiert werden. Wegen der Unwägbarkeiten sei die Anschaffung vorgezogen worden. Allerdings sei darauf geachtet worden, dass es für einen Umzug geeignet ist. Touch-Displays böten zudem größtmögliche Flexibilität.

Von Helge Treichel

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