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Fürstenberg Nach 16 Jahren Touristinfo im Ruhestand
Lokales Oberhavel Fürstenberg Nach 16 Jahren Touristinfo im Ruhestand
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01:16 29.06.2019
Andrea Gröschl im Regionalladen der Touristinformation Fürstenberg/Havel. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

 „Man könnte mich nachts wecken, und ich würde den Stadtrundgang herunterrasseln“, sagt Andrea Gröschl. Das glaubt man ihr aufs Wort. 16 Jahre hat sie für die Touristinformation Fürstenberger Seenland gearbeitet, erst in Himmelpfort, ab 2004 am Bahnhof Fürstenberg/Havel und schließlich in den Räumen am Markt.

Unzählige Gäste hat die 63-Jährige empfangen und beraten, ihnen die schönsten Fleckchen und Fahrradrouten in und um Fürstenberg gezeigt, Zimmer vermittelt und Produkte der Region verkauft. Nun ist Andrea Gröschl im Ruhestand. Ihre Kolleginnen Kerstin Tammer und Sabrina Kamenz werden künftig gemeinsam mit einer neuen Kollegin, Gabriele Sacher, zusammenarbeiten.

Von Salzwedel nach Fürstenberg

Dass Andrea Gröschl überhaupt in Fürstenberg gelandet ist, war in ihrer Jugend nicht vorherzusehen. Sie wuchs in Salzwedel in der Altmark auf, wurde Ingenieurökonomin für Bauwesen und lernte während des Studiums in Magdeburg ihren Mann kennen, der aus Waren/Müritz stammt. Das Paar zog nach Fürstenberg, wurde sesshaft, zog zwei Söhne groß.

Seit 1984 leben die Gröschls in ihrer selbst gebauten Doppelhaushälfte. Sie arbeitete bis zur Wende bei Spezialbau, schulte um zur Immobilienkauffrau und blieb acht Jahre lang in dem Beruf. Gerade in dieser Zeit hat sie die Gegend gut kennengelernt, „ein großer Vorteil“, wie sie später zu schätzen wusste.

Gäste beraten und andere Aufgaben

Zwischen 15 500 und 17 500 Besucher werden jährlich in der Touristinformation am Markt 5 gezählt. Im Winter, wenn wenig Gäste um Rat fragen, muss das Gastgeberverzeichnis erarbeitet, Karten überarbeitet, neues Infomaterial erstellt, die Statistik geführt werden. Im Winter ist außerdem Messesaison. Für März, April ist die Jahreshauptversammlung des Tourismusvereins vorzubereiten.

Dass die Regionale Entwicklungsgesellschaft in Oberhavel Nord vor zehn Jahren die Geschäfte übernommen hat, sieht Andrea Gröschl positiv. Dadurch habe sich das Marketing verbessert, Messekooperationen seien effektiv.

„Gutes Betriebsklima“

Den Charakter der Einrichtung der Touristinformation Fürstenberg hat Andrea Gröschl maßgeblich mitbestimmt. Wenn sich dort nun etwas ändert, dann soll es so sein. Dem Alten trauert sie nicht hinterher. „Wichtig ist, dass nichts unausgesprochen bleibt“, so Andrea Gröschl. „Mit Kerstin Tammer, die seit zehn Jahren dabei ist, hatten wir von Anfang an ein sehr gutes Betriebsklima, und wenn die Chemie stimmt, ist das auch gut für die Gäste.“

Ein kleiner Plausch mit Fürstenbergern ist immer drin, man nimmt mal Bücher für die Bibliothek entgegen, beaufsichtigt die neue heimatkundliche Ausstellung gleich gegenüber. „Immer höflich und freundlich, das ist die Hauptsache. Wir wissen nicht alles, aber wir bemühen uns, alles herauszufinden“, so die Ruheständlerin.

Erstmal die Natur genießen

Ruhe zu haben, daran wird sich Andrea Gröschl noch gewöhnen müssen. Zeit für die Familie in Salzwedel und die Kinder in Berlin und Süddeutschland zu haben, darauf freut sie sich besonders. Und auf die Natur. Sie und ihr Mann haben noch keinen Urlaub geplant. „Wir werden Ausflüge mit dem Boot unternehmen, Fahrrad fahren, lesen“, verrät sie. Um ihren Garten will sie sich kümmern und endlich die Texte digitalisieren, die sie in den zurückliegenden Jahren für den Karneval und für Bekannte geschrieben hat.

Von Martina Burghardt

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