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Fürstenberg Bürgermeister kandidiert erneut
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17:59 28.05.2019
Robert Philipp kandidiert erneut für das Bürgermeisteramt in Fürstenberg/Havel. Quelle: Enrico Kugler
Fürstenberg/Havel

 Vier Wochen sind noch Zeit, um Vorschläge abzugeben. Ende Juni werden die Fürstenberger wissen, wer in ihrer Stadt Bürgermeister für die nächsten acht Jahre werden will. Robert Philipp (parteilos) stellt sich erneut der Wahl. Sein Gegenkandidat Olaf Bechert (CDU) hatte seine Kandidatur bereits im September 2018 angekündigt. Gewählt wird am 1. September.

Gespannt auf das neue Stadtparlament

„Ich habe das Thema bewusst aus der Kommunalwahl herausgehalten, um nichts zu vermischen“, so Robert Philipp. „Viele neue Gesichter“ werden in der Stadtverordnetenversammlung die künftigen Entscheidungen beeinflussen. Trotz der „konträren politischen Auffassungen“ erwartet Robert Philipp neue Impulse. „Ich bin gespannt, wie das neue Stadtparlament agiert und hoffe, dass wir alle miteinander für die Stadt Fürstenberg arbeiten und Kompromisse in der Sache suchen.“

Mit knapp 80 Prozent war Robert Philipp 2011 im Amt bestätigt worden. Nun strebt er eine dritte Amtszeit an. Mit seiner Frau, die selbst berufstätig ist und die hauptsächlich den Familienalltag managt, habe er das ausführlich besprochen, so Philipp. Mit seinen 54 Jahren wolle er sich noch nicht zur Ruhe setzen, sondern weiterführen, was er mit den Stadtverordneten gemeinsam angeschoben habe.

Hauptgedanke: solide Finanzen

Bei allem, was sich Robert Philipp vorgenommen hat oder noch vornehmen wird, lässt er sich von einem Hauptgedanken leiten: „Wir brauchen einen soliden Haushalt, damit wir weiterhin eigenständige Entscheidungen treffen können. Das müssen wir uns erhalten, und das haben die Stadtverordneten bisher auch mitgetragen.“

Verlässliche Finanzen, so der Bürgermeister, seien die Voraussetzung dafür, Straßen zu erhalten, die Kitas und Schulen zu pflegen, Bauland zu erschließen. „Die kommunale Infrastruktur hängt an der Finanzpolitik“, so Robert Philipp. Genügend „Baustellen“ gebe es jedenfalls. Das betrifft sowohl die Politik als auch die Verwaltungsarbeit. Die Erneuerung der Kita-Verträge nach der aktuell gültigen Satzung ist gerade eine größere Herausforderung.

Während seiner Amtszeit seien in den vergangenen acht Jahren elf Millionen Euro investiert worden, „davon vieles in sinnvolle Projekte“, so der Bürgermeister. Kämpfen musste er um den Wohnungsbau in der Friedrich-Wilhelm-Straße 4. Es habe Kraft gekostet, sich durchzusetzen. „Was ich für richtig halte, dafür werde ich auch weiterhin den Mund aufmachen“, so Robert Philipp.

Transparenz und Offenheit

Dass die Diskussionen in der Stadtverordnetenversammlung manchmal sehr breit geführt wurden, sieht er eher positiv. Eine „transparente und offene“ Atmosphäre gehört für ihn jedoch nicht nur zur politischen Philosophie, sondern gilt auch für die Verwaltung. „Die Rathaustüren stehen immer offen“, so der Bürgermeister. Dass er jederzeit ansprechbar sei, wüssten die Fürstenberger, die ihm auf seinem Weg ins Rathaus – zu Fuß oder mit dem Rad – begegnen.

Bei diesen Gelegenheiten und auch bei den zahllosen Veranstaltungen – von der Pfingstregatta bis zur Ortsbeiratssitzung – bekomme er mit, was die Leute bewegt.

Überdrüssig ist ihm das Amt nicht geworden. „Es drückt einen höchstens, dass nicht alles schnell genug geht.“

Von Martina Burghardt

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