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Fürstenberg Corona-Virus: Die wichtigsten Infos für Tierhalter auf einen Blick
Lokales Oberhavel Fürstenberg Corona-Virus: Die wichtigsten Infos für Tierhalter auf einen Blick
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15:32 23.03.2020
Hundehalter sollten einige Tipps und Ratschläge befolgen. Quelle: Peter Lenz
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Tornow

Das neue Coronavirus beherrscht mehr und mehr unseren Alltag. Nach der WHO (World Health Organisation) gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass Haustiere eine Infektionsquelle von SARS-CoV2 für Menschen sein könnten. Bislang gibt es auch noch keine konkreten Hinweise, dass Haustiere daran erkranken können. Wenn Sie aber selbst infiziert sind, sollten Sie den engen Kontakt mit Ihrem Haustier sicherheitshalber vermeiden, also den Kontakt von Nase und Mund, enges Kuscheln sowie das Teilen von Essen. Zusätzlich sollten Sie sich nach wie vor die Hände gründlich waschen und desinfizieren.

Hundehalter, die unter Quarantäne stehen, sollten Tipps befolgen

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Was ist, wenn Sie als Hundehalter erkranken und unter Quarantäne stehen? Wenn Sie selbst erkrankt sind und/oder unter Quarantäne stehen, dürfen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung nicht verlassen. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie Ihren Hund ganz einfach hinauslassen, ohne selbst das Haus/die Wohnung verlassen zu müssen. Sollten Sie keinen Garten haben, ist es wichtig für den Fall einer Erkrankung und Quarantäne schon jetzt Vorsorge zu treffen. Vereinbaren Sie schon vorab mit Angehörigen, Freunden, Bekannten etc., mit denen Sie nicht zusammenleben, im Fall einer Quarantäne, dass diese mit Ihrem Hund dann spazieren gehen oder gegebenenfalls Ihren Hund für die Zeit der Quarantäne vollständig bei sich im Haushalt aufnehmen.

Fremdpersonen sollten andere Leine und anderes Geschirr für den Hund benutzen beim Gassigehen

Soweit Freunde, Bekannte, Angehörige oder ehrenamtliche Helfer Ihren Hund zum Gassi gehen abholen, beachten Sie dabei die aktuell vorgegebenen Hygieneregeln, um eine Übertragung Ihrer (möglichen) eigenen Infektion zu vermeiden. So sollten Sie, wenn möglich, den direkten Kontakt mit der Person vermeiden, die Ihr Tier abholt. Im Idealfall sollte diese Ihre Wohnung nicht betreten, sondern Hund bereits im Eingangsbereich übernehmen. Dabei ist es sinnvoll, dass die Person eine andere Leine und auch ein anderes Halsband mitbringt und verwendet, damit Sie beide nicht die gleichen Gegenstände anfassen.

Keine besonderen Herausforderungen für Katzenhalter

Für Katzenhalter ergeben sich bezüglich der Versorgung ihrer Vierbeiner keine besonderen Herausforderungen. Da die Wissenschaft derzeit davon ausgeht, dass Katzen sich nicht mit dem Coronavirus infizieren und diesen auch nicht auf den Menschen übertragen können. Daher können Sie Ihre Katze, wenn Sie ein Freigänger ist, ganz normal wie immer raus- und reinlassen. Auch reine Wohnungskatzen können Sie wie gewohnt versorgen. Das gleiche gilt auch für Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster oder Wellensittiche.

Tierheime befinden sich in Ausnahmesituation

Eine Abgabe des Tieres in ein Tierheim – für die Dauer der Quarantäne beziehungsweise eines Krankenhausaufenthaltes – sollte nur erfolgen, wenn es unbedingt nötig ist und andere Hilfe durch Dritte, wie ehrenamtliche Helfer in der Nachbarschaft/Nachbarn etc. nicht möglich ist. Bedenken Sie, dass sich Ihr Tier grundsätzlich bei Ihnen wohler fühlt und ein Orts- und Personenwechsel sowie der Verlust der Bezugspersonen und gewohnten Umgebung der Tiere immer Stress für diese bedeutet. Darüber hinaus befinden sich auch die Tierheime derzeit in einer Ausnahmesituation, weshalb jede Tierabgabe, die nicht unbedingt nötig ist, vermieden werden sollte. Eine vorübergehende Abgabe während einer Quarantäne von derzeit üblich 14 Tagen in ein Tierheim sollte daher nur dann erfolgen, wenn es wirklich nicht möglich ist, die Tiere zu Hause zu betreuen, oder wenn Sie zum Beispiel selbst ins Krankenhaus müssen.

Treffen Sie daher schon vorsorglich entsprechende Vorkehrungen für den Fall, dass eine Erkrankung eintritt. Damit das jedoch erst gar nichts passiert: bleiben Sie bitte Zuhause und halten Sie Abstand! Für weitere Fragen und Informationen steht Ihnen das Tierschutzteam Tornow unter der Telefon-Nummer 033080/40808 zur Verfügung.

Von MAZonline