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Fürstenberg Eigenbetrieb leert Abwassergruben
Lokales Oberhavel Fürstenberg Eigenbetrieb leert Abwassergruben
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16:59 10.07.2019
Der Wasser- und Abwasser-Eigenbetrieb in Fürstenberg hat seit Anfang des Jahres die Verantwortung für die mobile Abwasserentsorgung. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

Seit Anfang des Jahres werden die Abwassersammelgruben in Fürstenberg und den Ortsteilen von den Mitarbeitern des Eigenbetriebes der Stadt geleert. Der bisherige Dienstleister hatte Ende vorigen Jahres bei der Ausschreibung des Entsorgungsauftrages einen etwa doppelt so hohen Preis wie bisher aufgerufen, deshalb war der Vertrag nicht erneuert worden.

Wegen der langen Lieferzeiten für Saugwagen musste der Eigenbetrieb erst einmal mit einem Fahrzeug auskommen. Das zweite wurde vor wenigen Tagen geliefert. Marcel Hirsekorn und Philipp Koch sind die Fahrer, Manuel Schmidt, der für das Klärwerk zuständig ist, besitzt ebenfalls den entsprechenden Führerschein. Der Auszubildende hat in dieser Woche seine Abschlussprüfung, so dass insgesamt vier Mitarbeiter die notwendige Fahrerlaubnis besitzen.

Einige Sammelgruben sind zu klein

Mehrere Reparaturen und das zu erwartende erhöhte Abwasseraufkommen in der wärmeren Jahreszeit sorgten für einige Engpässe bei der Entsorgung. Aber nicht nur deswegen gab es Ärger. Bei der Bestandsaufnahme wurde festgestellt, dass etwa 50 der 860 Sammelgruben nicht die technischen Voraussetzungen erfüllen, sprich: Sie sind zu klein. Nach der schon 1992 aufgestellten technischen Abwassersatzung muss eine Grube das Abwasser von vier Wochen und mindestens drei Kubikmeter aufnehmen.

Dr. Ralf Lunkenheimer, Leiter des Eigenbetriebes Wasser und Abwasser Fürstenberger Seengebiet Quelle: Martina Burghardt

Bislang wurden Abweichungen von den satzungsrechtlichen Regelungen stillschweigend geduldet. Aber nun, wo der Eigenbetrieb selbst genau auf die Wirtschaftlichkeit schaut, drängt er auf deren Einhaltung. „Wir sind darüber mit den Kunden im Gespräch“, erklärt Werkleiter Ralf Lunkenheimer. Wer eine zu kleine Grube besitzt, muss eine größere bauen. Das betrifft übrigens nicht nur die Besitzer von Wochenendgrundstücken.

Effektivität ist ebenso bei der Grubenentleerung gefragt. Wird zum Abpumpen mehr Schlauch, also mehr Zeit und Personaleinsatz, benötigt, ist das extra zu bezahlen.

„Wir werden darauf drängen, dass sich die Wirtschaftlichkeit der Abwasserentsorgung nicht verschlechtert, denn das geht zu Lasten aller Kunden“, so Ralf Lunkenheimer. Dass nun die Stadt für die Abwasserabfuhr zuständig ist, bedeutet zwar mehr Aufwand, zahlt sich aber für die Kunden aus. Für sie gilt nämlich weiterhin der vergleichsweise günstige Preis für die Entleerung in Höhe von 5,59 Euro pro Kubikmeter.

Gebühren werden neu berechnet

Allerdings ist man im Eigenbetrieb gerade am Rechnen. „Die Gebühren werden nach der heutigen Grobkalkulation nicht gravierend steigen“, kündigt Ralf Lunkenheimer an. Ein Wirtschaftsprüfer wird sich demnächst intensiv damit beschäftigen.

So hohe Preise wie in einigen Nachbarkreisen sind allerdings nicht zu erwarten. Im Bereich des Wasserzweckverbandes Strelitz sind beispielsweise zusätzlich zur monatlichen Grundgebühr 13,07 Euro je Kubikmeter Abwasser aus der Sammelgrube fällig.

Nachgedacht wird derzeit über eine Staffelung der Gebühren ab dem kommenden Jahr. Wie genau das aussehen soll, daran arbeitet man im Eigenbetrieb gerade. „Wir können keine Willkür walten lassen und auch keinen unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand betreiben“, so Ralf Lunkenheimer.

Von Martina Burghardt

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