Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Fürstenberg „303“ in der Alten Reederei: Roadtrip nach Portugal
Lokales Oberhavel Fürstenberg „303“ in der Alten Reederei: Roadtrip nach Portugal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:42 02.07.2019
Jule (Mala Emde) und Jan (Anton Spieker) sind mit dem Wohnmobil nach Portugal unterwegs. Quelle: Alamode
Fürstenberg

Die „Alte Reederei“ in Fürstenberg hat am kommenden Freitag und Sonntag eine echte Perle im Kinoprogramm. Zu sehen ist der deutsche Film „303“ von Hans Weingartner.

Jule (Mala Emde) ist an der Uni durch die Prüfung gefallen. Sie ist ungewollt schwanger, und sie will es ihrem Freund in Portugal sagen. Sie beschließt, mit ihrem Wohnmobil von Berlin in den Südwesten Europas zu fahren.

Jan (Anton Spieker) hat sein Uni-Stipendium nicht bekommen. Außerdem will er endlich seinen leiblichen Vater kennenlernen. Deshalb will er trampen – zunächst nach Köln, dann mit dem Bus nach Spanien. Doch seine Mitfahrgelegenheit hat ihn hängen lassen. Und so trifft er auf Jule.

Die beiden machen sich auf den Weg. Und reden. Über die Menschen. Über den Kapitalismus. Über die Liebe. Über Sex. Über sich.

„303” heißt dieses ganz besondere Roadmovie – benannt nach dem Hymer 303, mit dem Jule und Jan unterwegs sind. Unter der Regie von Hans Weingartner entstand ein tolles Stück Menschenkunde. Denn es ist überaus spannend, geradezu packend, den beiden zuzusehen und zuzuhören.

Sind die Gespräche zwischen den beiden jungen Menschen anfangs noch ein wenig abgehoben, wenden sie sich bald Gesprächsthemen zu, die so ziemlich alle Menschen bewegen. Aber es ist auch extrem interessant zu beobachten, wie sich die Beziehung der beiden im Laufe der etwas mehr als zwei Stunden Filmzeit wandelt. Das machen beide Schauspieler ganz hervorragend. Es gibt diesen einen Moment, wo Jan klar wird, dass er sich verliebt hat. Anton Spieker spielt das ganz großartig. Die Chemie stimmt überhaupt sehr zwischen den beiden.

Hans Weingartner gibt der Geschichte den Raum, den sie braucht. Lässt auch mal Ruhe- beziehungsweise längere Spannungspunkte zu.

Denkt man anfangs, dass 139 Minuten extrem viel sind, verfliegt die Zeit dann aber sehr schnell. Ein kleiner Minuspunkt sind zwei Schlampigkeiten beim Dreh: Die Tour beginnt in Berlin und führt zunächst nach Köln. Beim Drehen sollte man dann natürlich aufpassen, dass auf dem Autobahn-Rastplatz nicht das Schild mit dem Berlin-Hinweis zu sehen ist. Und auch nicht die Hinweisschilder, die auf Orte im Osten Brandenburgs hinweisen. Schnitzer, die hätten vermieden oder nachbearbeitet werden können. Aber das ändert absolut nichts daran, dass „303“ wirklich sehr sehenswert ist.

„303“ läuft am Freitag, 5. Juli, um 20 Uhr und am Sonntag, 7. Juli, um 18 Uhr in der „Alten Reederei“ in Fürstenberg.

Von Robert Tiesler

Für die Einrichtung einer Oberstufe in Fürstenberg gibt es nicht genügend Schüler. Olaf Bechert (CDU) will die Absage der Behörden nicht gelten lassen und ruft zu überparteilichen Allianzen auf.

02.07.2019

Oberhavels Feuerwehrleute sind seit Wochen im Dauereinsatz. Oft werden sie direkt von der Arbeit zum Einsatz gerufen. Für die Kameraden ein schwieriger Spagat, aber auch für deren Arbeitgeber.

01.07.2019

Drei Hektar Wald haben am Sonntagnachmittag am Ortsausgang von Dannenwalde in Richtung Blumenow gebrannt. Bei den Löscharbeiten wurden eine Kameradin und vier Kameraden verletzt beziehungsweise hatten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen.

01.07.2019