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17:46 25.10.2019
Die Drei-Seen-Grundschule in Fürstenberg/Havel. Seit dem Jahr 2006 gibt es dort keine Oberstufe mehr. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg

Mehrfach scheiterten in jüngerer Vergangenheit die Bemühungen der Fürstenberger Stadtverordneten, wieder eine Oberschule in der Stadt zu etablieren. Nun gibt es einen neuen Vorstoß. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte am Donnerstag einem entsprechenden Antrag der Fraktion Pro Fürstenberg und Ortsteile zu. Nun soll überprüft werden, ob mit Einbeziehung von Grundschülern aus Menz und Lychen die erforderliche Schülerzahl zusammenkäme und es damit eine Chance zur Errichtung einer Oberschule gebe. Der Bürgermeister wurde mit der Recherche beauftragt. Bei einem positiven Ergebnis, so der Antrag, soll mit dem Landkreis verhandelt werden.

Im derzeitigen Schulentwicklungsplan, den der Landkreis Oberhavel im Jahr 2016 aufgestellt hat, ist keine Oberschule für Fürstenberg vorgesehen. Bereits im Frühjahr hatte der Kreis klar gemacht, dass die Schülerzahlen weder für eine Oberschule noch für ein Schulzentrum ausreichen.

Bildungsministerium geht mit

Auf eine Anfrage von Péter Vida (BVB/Freie Wähler) im Landtag Brandenburg erklärte das Bildungsministerium, dass „grundsätzlich die Möglichkeit“ bestehe, bei der Bedarfsermittlung auch die Schüler aus umliegenden Kommunen, sowohl im Kreis Oberhavel als auch in anderen Kreisen, nachzuweisen. Sollte dies der Fall sein, müsste das im Schulentwicklungsplan ausgewiesen werden. In der Antwort auf die Anfrage ist außerdem die weitere Vorgehensweise beschrieben, falls genügend Schüler zusammenkommen.

„Ein Tor ist aufgestoßen worden“, sagte Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg), der gleichzeitig einräumte, dies sei „keine einfache Aufgabe“. Das Argument, es würde nicht genügend Lehrer geben, ließ er von vornherein nicht gelten. „Wenn wir eine Schule haben, werden wir auch Lehrer finden.“

Oberschule formal nie geschlossen

Olaf Bechert (CDU), der in dieser Sache bereits aktiv war, begrüßte das Engagement von Pro Fürstenberg. Einwände gegen die Verfahrensweise erhob Andreas Intreß (Linke). Seinen Änderungsantrag zog er jedoch zurück, nachdem sich mehrere Stadtverordnete für die neue Strategie ausgesprochen hatten. In der Diskussion kam unter anderem zur Sprache, dass die Oberschule rein formal nie geschlossen worden sei, es gebe keinen Beschluss dazu, erinnerte Lothar Kliesch (Fraktion Vielfalt). Er sprach sich dafür aus, mit den Stadtverordneten und Gemeindevertretern in Lychen und Menz Kontakt aufzunehmen.

Die Schulentwicklungsplanung 2016 enthält keine Stellungnahme zur Einrichtung einer Oberschule. Dafür hatte die Werner-von-Siemens-Oberschule Gransee schon damals auf die angespannte Schüler- und Raumsituation in Zehdenick und Gransee sowie die langen Fahrzeiten für die Schüler hingewiesen und darum gebeten, den Oberschul-Standort Fürstenberg zu prüfen. Derzeit gibt es in Fürstenberg eine Grundschule und in Bredereiche eine Kleine Grundschule. Seit Anfang dieses Schuljahres wird die Fürstenberger Grundschule kommissarisch geleitet, die Schulleiterin ist im Ruhestand.

Von Martina Burghardt

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