Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Fürstenberg Ein-Raum-Museum eröffnet
Lokales Oberhavel Fürstenberg Ein-Raum-Museum eröffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:27 13.05.2019
Bei der Eröffnung der neuen heimatkundlichen Ausstellung in. Fürstenberg/Havel Quelle: privat
Fürstenberg/Havel

 Bis im Jahr 2008 der Goldschatz beim Bau des Supermarktes neben der Alten Burg gefunden wurde, gab es in Fürstenberg/Havel keine wirklich wertvollen historischen Exponate. Und das Forstmuseum, in dem zuletzt auch einige Alltagsgegenstände gezeigt wurden, schloss 2013. Seitdem blieb alles im Archiv und unter Verschluss. Gleichwohl blickt die Stadt an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern auf eine bewegte, mehr als sieben Jahrhunderte alte Geschichte zurück.

Einen Überblick über das Wachsen und Werden der „Stadt der Umbrüche“ bekommen Besucher nun in einer heimatkundlichen Ausstellung, die Ende voriger Woche am Markt 5 eröffnet wurde. Die Lage ist günstig, nämlich direkt gegenüber der Touristinformation.

Der Goldschatz im Mittelpunkt

In dem Ein-Raum-Museum fällt der Blick zuerst auf das Gold. Natürlich nicht auf den echten Schatz, denn der gehört dem Land Brandenburg und ist sicher eingelagert. Die Repliken von einer Fachfirma herstellen zu lassen, war nicht die einzige Herausforderung, vor die sich die Stadtverwaltung gestellt sah.

Die Repliken aus dem Goldschatz. Ein Rätsel gibt es noch um eine Gravur zu lösen. Quelle: Martina Burghardt

Bürgermeister Robert Philipp rekapitulierte bei der Eröffnung am Freitag den langen Weg der Idee, eine „Heimatstube“ am Markt einzurichten, bis zu deren Verwirklichung. Die CDU-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung hatte den Vorschlag dafür 2014 eingebracht. Der Bürgermeister holte sich Ideen und Ratschläge bei den Fachleuten und zuständigen Behörden, unter anderem beim Landeshauptarchiv, der Fachhochschule Potsdam und beim Museumsverband des Landes Brandenburg. Um die Details der Planung und Beantragung von Fördermitteln kümmerte sich im Rathaus Margit Nitschke. Mit der inhaltlichen und räumlichen Gestaltung beauftragte die Stadt die Marketing- und Design-Agentur Ö Grafik.

Aufwendige Vorbereitungen

Das Replizieren des Goldschatzes – allein dafür waren 23 000 Euro veranschlagt – musste genehmigt werden und wurde vom Archäologischen Landesmuseum und dem Landesamt für Denkmalpflege überwacht. Von dem Sparsamkeitsgedanken, die gebrauchten Vitrinen aus dem Forstmuseum zu verwenden, verabschiedete man sich alsbald.

Neue Vitrinen zu bekommen, war allerdings eine unerwartet aufwendige Aufgabe. „Dreimal musste der Auftrag ausgeschrieben werden“, so Margit Nitschke. Allein das verbrauchte viel Zeit, in der es nicht voranging. Schließlich gab es einen Hersteller, der dann auch noch mit schiefen Wänden, unterschiedlich breiten Fenstern und ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.

Besucher bei der Eröffnung der heimatkundlichen Ausstellung in Fürstenberg/Havel. Quelle: privat

Der Plan, die Ausstellung zu Saisonbeginn 2018 zu eröffnen, konnte somit nicht aufgehen. „Die heimatkundliche Ausstellung ist kein Vorhaben von der Stange“, kommentierte Robert Philipp den Zeitverlust und vor allem den Aufwand, der sich dann aber doch gelohnt habe. „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte er.

Statt der ursprünglich vorgesehenen Kosten in Höhe von 62 000 Euro, stehen nun etwa 80 000 Euro zu Buche, davon sind etwa 50 000 Euro Fördermittel. Die Anforderungen an den Brandschutz in öffentlichen Gebäuden erfüllte man mit einer neuen Glastür.

Wenige Themen und Technik

Inhaltlich konzentriert sich die Ausstellung auf einige wenige Themenfelder. Mit der Präsentation weniger Exponate und den Informationstafeln soll der „Appetit“ der Besucher angeregt werden, sich eingehender mit den Themen zu befassen. Mit Hilfe moderner Technik ist das auch gleich vor Ort möglich. Sprachaufzeichnungen können direkt abgerufen werden. So erfährt man beispielsweise, woher einzelne Münzen des Goldschatzes stammen.

Bei mehreren Fürstenbergern, unter anderem Joachim Vermum und Sabine Hahn, bedankte sich Bürgermeister Robert Philipp für die Unterstützung und besonders für die zur Verfügung gestellten Originale, beispielsweise die mehr als 70 Jahre alte Krankenschwesterntracht.

Der Moment der Ausstellungseröffnung in Fürstenberg/Havel. Quelle: privat

Ganz abgeschlossen ist das Vorhaben noch nicht. An der Rückseite des Gebäudes wird der barrierefreie Zugang komfortabler gestaltet. An der Rampe soll das Kopfsteinpflaster ersetzt werden. Damit wird nicht nur der Zugang zur heimatkundlichen Ausstellung und zur Touristinformation, sondern auch zur Revierpolizei erleichtert.

Außerdem soll am Fundort des Goldschatzes mit einer Tafel oder etwas Ähnlichem auf die Ausstellung aufmerksam gemacht werden. Damit die Fürstenberger, ihre Gäste und Touristen schön neugierig auf die Stadtgeschichte bleiben.

Von Martina Burghardt

In einem Partyraum in Fürstenberg hat es Sonnabendmittag gebrannt. Momentan wird als Brandursache von einem technischen Defekt ausgegangen.

12.05.2019

Ein lauter Knall um 10.20 Uhr schreckte am Mittwochvormittag ganz Oberhavel auf. Verbunden war er mit einer Druckwelle und vibrierenden Scheiben – wie einst bei einer Bombensprengung in Oranienburg. Am Ende des Tages stellte sich heraus: Es steckte erneut die Luftwaffe dahinter.

11.05.2019

Motte und Bolle werden zu Fernsehstars: Im Tierheim Tornow wurde für die Sendereihe „Haustier sucht Herz“ von Sat 1 Gold mit Moderator Jochen Bendel gedreht. Ab 20. Juni wird die neue Staffel ausgestrahlt.

10.05.2019