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Fürstenberg Fahrenheit 11/9: Doku in der Alten Reederei
Lokales Oberhavel Fürstenberg Fahrenheit 11/9: Doku in der Alten Reederei
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19:15 16.07.2019
Filmemacher Michael Moore beschäftigt sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen. Quelle: picture alliance / dpa
Fürstenberg

Michael Moore legt mal wieder den Finger in die amerikanische Wunde. In die sehr tiefe Wunde. Und es gibt Momente, in denen man gar nicht fassen kann, was da eigentlich passiert ist.

In der „Alten Reederei“ in Fürstenberg läuft am Freitag, 19. Juli, um 20 Uhr sowie am Sonntag, 21. Juli, um 18 Uhr seine Dokumentation „Fahrenheit 11/9“. Moore beschäftigt sich dort mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Strömungen, und es scheint, als würde am Ende jeder sein Fett abbekommen. In seiner Doku „Fahrenheit 11/9” zeigt der Filmemacher, wie es dazu kommen konnte, dass am 9. November 2016 (in den USA spricht man dort umgangssprachlich von „Eleven-Nine“, 11/9) Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt worden ist. Aus Spaß wurde Ernst. Ursprünglich war das offenbar eher ein Entertainment-Profilierungsding, dass Trump auf die Idee kam, Präsident werden zu wollen. Aber irgendwie hat sich das verselbstständigt, alle stiegen darauf ein, die Medien in den USA haben fleißig mitgemacht – und sich amüsiert. Und umso mehr sich alle lustig machten, umso erfolgreicher wurde Donald Trump. Michael Moore zeigt das auf.

Und die Demokraten? Waren nicht besser – auch das lässt der Filmemacher in seiner Doku Revue passieren. Hillary Clinton wurde Präsidentschaftskandidatin, weil einflussreiche Leute das durchdrücken wollten – sie hatte offenbar nicht einmal den wirklichen Rückhalt der Parteibasis. Man könnte auch von Wahlbetrug sprechen. Und noch am Wahltag waren sich alle sicher, dass Trump das nicht schaffen werde. Also, eigentlich hat Clinton es ja auch geschafft, sie hatte mehr Stimmen als Trump. Aber das merkwürdige Wahlsystem machte es möglich, dass Trump ohne Mehrheit trotzdem eine Mehrheit bekam.

Es ist atemberaubend, was Michael Moore uns da zeigt. Er berichtet von der Arroganz der Macht und teilt in viele Richtungen aus. Es geht auch um Waffennarren und um Politiker, die für den Profit die Gesundheit von Tausenden Menschen aufs Spiel setzen. „Fahrenheit 11/9” demontiert die Politik und appelliert an die Menschen, sich mehr zu engagieren. Dass das auch kürzer als 128 Minuten hätte ausfallen können, ist aber auch ein Fakt.

Von Robert Tiesler

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