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Fürstenberg Drei tolle Tage am Wasser
Lokales Oberhavel Fürstenberg Drei tolle Tage am Wasser
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07:38 14.07.2019
Olaf Berger war Stargast des Wochenendes. Quelle: Uwe Halling
Fürstenberg

Und dann kommen die Lippen dran. Ein knalliges Froschgrün, geduldig lässt sich Andreas aus Zehdenick schminken. Wie alt er ist? „Das fragt man eine Dame nicht!“ Tatsächlich hat sich der Zehdenicker in ein quietschbuntes Sommerkleid – mit Luftballons gepolstert – geschmissen, samt grüner Perücke, kreidebleichem Makeup mit künstlichen Wimpern. Er und seine sieben Mitstreiter, ebenfalls farblich passend verkleidet, huldigen mit ihren Outfits dem Hit „Cordula Grün“ des Sängers J.O.S.H. Zum dritten Mal nahm das Team, das sich „Die Druffgänger“ nannte, mit ihrem Boot samt riesigem Sonnenschirm am Sonnabend an der traditionellen Spaßboot-Regatta teil. „Wir wollen unter die Top 3“, sagte „Frau“ Andreas selbstbewusst.

Rund 10 000 Besucher schauten beim 23. Fürstenberger Wasserfest vorbei, das an diesem Wochenende stattfindet.

Wenig später, gegen 15.30 Uhr, hallten Kanonenschläge über das Festgelände im Stadtpark Fürstenberg. Auf der Bühne standen unter anderem Innenminister Karl-Heinz Schröter, Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp oder Oberhavels Landrat Ludger Weskamp. Der lobte die Stadt Fürstenberg fast überschwänglich. Überall in Oberhavel sei es schön, hier aber ganz besonders. „Wenn Sie tolle Wassersportmöglichkeiten und tolle Wälder haben wollen und so richtig die Seele baumeln lassen wollen, dann ist man in Fürstenberg genau richtig.“

Mit dem Seele baumeln lassen funktionierte das am Wochenende allerdings nicht so richtig, die ganze Stadt war wegen des Wasserfestes auf den Beinen. Bereits Freitag hatte es ein Auftaktkonzert der Söhne der Bandmitglieder von „Smokie“ gegeben, viele Zuschauer waren zu „Spirit of Smokie“ in die Evangelische Stadtkirche am Marktplatz gekommen. Für die Jugend gab es am Freitagabend „House am See“ mit DJane Anastasia Rose und allerhand Elektromusi – die Festwiese am Röblinsee war gut gefüllt.

Olaf Berger im Stadtpark

Und nach Angel- und Schießwettbewerb und dem großen Festumzug ging das Fest dann am Sonnabend im Stadtpark so richtig los. Auf der Bühne stand unter anderem Kult-Sänger Olaf Berger, der seine neue Single „Was hat er, was ich nicht hab’“ performte, der Pop-Poet Wolfgang Ziegler oder die Beatles-Coverband „The Beaters“. Unzählige Stände, von Kunsthandwerken über Imbisse bishin zu Mitmach-Angeboten, luden die Besucher zum flanieren ein. Highlight am Abend waren Lasershow, Wasserhöhenfeuerwerk und Mitternachtsparty.

Wasserfest-Organisator Olaf Bechert sah sich das alles zufrieden an. „Wir haben jedes Jahr rund 10 000 Gäste, das ist doch super." Ins Leben gerufen wurde das Wasserfest anno 1996, damals als Nachfolgeveranstaltung des Sommerfestes,das schon zu DDR-Zeiten im Stadtpark etabliert war. „Dann hat die Stadt sich von der Tourismuskonzeption so aufgestellt, dass wir Wasserstand sind. Und zur Wasserstadt sollte auch ein Wasserfest gehören“, so Bechert.

Das Fest als Werbung für die Stadt

Und so würden nicht nur die Bühnen am Wasser stehen, sondern es auch maritime Elementen wie die Spaßboot- oder Segelregatta geben. Heute ist das Fest auf dem Veranstaltungskalender Fürstenbergs nicht mehr wegzudenken. „Dieses Fest ist die Hochglanzbroschüre der Stadt, wir machen Marketing damit“, erklärt Olaf Bechert. Die Leute könnten den Urlaub schonmal im Park vorfühlen, den sie dann später in Fürstenberg machen.

Und das Fest boomte schon in den Anfangsjahren. Künstler wie Nena, die Kelly Family oder die Prinzen standen auf der Bühne, zogen mächtig Zuschauer. „Da waren hier in unserem kleinen Fürstenberg mal locker 20 000 bis 30 000 Besucher am Wochenende“, erinnert sich Olaf Bechert. Auch heute sei die Stadt zum Wasserfest voll, 10 000 Besucher – die aus ganz Deutschland nach Fürstenberg kommen – seien mehr als genug. Und wie wird sich das Wasserfest entwickeln? Das hänge vor allem davon ab, was die Gäste sich von den Machern wünschen. Eines steht aber fest: „Größer wird das Fest nicht“, so Olaf Bechert, „das würde auch nicht zu unserem Fürstenberg passen.“

Von Marco Paetzel

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