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Fürstenberg Stadt will Schulzentrum beantragen
Lokales Oberhavel Fürstenberg Stadt will Schulzentrum beantragen
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19:20 04.03.2019
In der Drei-Seen-Grundschule Fürstenberg wäre auch Platz für Oberschüler. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

 In der Wasserstadt sollen Schüler wieder bis zur zehnten Klasse unterrichtet werden. Das wünschen sich nicht nur Eltern, sondern auch die Kommunalpolitiker in Fürstenberg/Havel schon lange. Nun gibt es einen erneuten Versuch, wieder eine Oberschule zu etablieren. Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich den Willen bekundet, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um ein Schulzentrum mit integrierter Grundschule einzurichten.

Grundsatzbeschluss gefasst

Auch wenn die Wiedereinrichtung einer weiterführenden Schule nach derzeitigen Regeln und Plänen kaum möglich erscheint, haben alle Fraktionen einen gemeinsamen Grundsatzbeschluss formuliert, dem mit Ausnahme der Linken-Fraktion, die nicht an der Abstimmung teilnahm, alle zustimmten. Die Linken äußerten rechtliche Bedenken und brachten einen Änderungsvorschlag ein, der allerdings keine Mehrheit fand. Grundsätzlich will auch diese Fraktion eine weiterführende Schule, allerdings auf einem anderen Weg.

Bürgermeister Robert Philipp (parteilos), der sich zwar für eine weiterführende Schule aber gegen den Beschluss aussprach, erklärte, man solle in politischer Wahlkampfzeit keine falschen Hoffnungen wecken und zitierte das Schulgesetz. Robert Philipp erklärte außerdem, die Grundlage für das Vorhaben sei „zu dünn“. Sollte die Stadt tatsächlich eine Ausnahmegenehmigung vom Land bekommen, hätten 80 andere Kommunen im Land ebenfalls einen Anspruch darauf, gab er zu bedenken.

Hürden sind hoch

Tatsächlich sind die Hürden für ein Schulzentrum mit einzügiger Oberschule hoch, es gibt nur wenige Beispiele dafür im Land Brandenburg. Die Kommunen im Mittelzentrum müssten sich dafür aussprechen, das Vorhaben wäre in den 2018 beschlossenen Schulentwicklungsplan des Landkreises aufzunehmen, und es wird eine Ausnahmegenehmigung geben müssen.

Dem mehr oder weniger indirekten Wahlkampf-Vorwurf des Bürgermeisters setzten die Vertreter der Fraktionen entgegen, dass man gerade deshalb einen gemeinsamen Beschluss formuliert habe. Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg) stellte dazu die Frage in den Raum: „Wann denn sonst hören die Landtagsabgeordneten auf uns?“ Gerade wegen der Lage von Fürstenberg an Landes- und Kreisgrenzen bräuchte die Stadt eine weiterführende Schule.

„Die kleinste Chance nutzen“

„Ich möchte, dass wir als Stadt hier ein Zeichen setzen“, so Olaf Bechert (CDU). „Und wir wollen die kleinste Chance nutzen.“ Mit dem Beschluss werde die Grundlage für das weitere Handeln geschaffen. Außerdem werde ein Anfang gemacht und der Verwaltung ein Auftrag erteilt, alle notwendigen Informationen zusammenzutragen.

Vor mehr als 15 Jahren gab es für mehrere Schulen kaum noch Hoffnung. Auch in Fürstenberg reichte die Schülerzahl nicht, um die Gesamtschule zu erhalten, nicht einmal mit Sondergenehmigung. 2006 kam das endgültige Aus. Zuletzt beantragte die Fraktion Pro Fürstenberg 2017 die Wiedereinrichtung einer weiterführenden Schule.

Von Martina Burghardt

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