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Fürstenberg Immer weniger ausgesetzte Tier in Oberhavel
Lokales Oberhavel Fürstenberg Immer weniger ausgesetzte Tier in Oberhavel
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18:06 16.07.2019
Ellen Schütze, Leiterin des Tierheims in Tornow Quelle: Tierheim Tornow
Tornow

Es gibt gute Nachrichten aus dem Tierheim in Tornow: In diesem Jahr wurde dort noch kein einziger ausgesetzter Hund abgegeben. Seit rund zwei Jahren werden im Landkreis Oberhavel immer weniger Hunde, aber auch Katzen, während der Ferienzeit ausgesetzt. So beobachtet es zumindest Ellen Schütze. „Ich vermute, es setzt sich bei den Leuten langsam durch, dass sie ihre Tiere in den Ferien bei uns in der Tierpension abgeben können“, sagt sie. Vor drei Jahren haben sie und ihre fünf Mitarbeiter die Pension eröffnet.

Fundkatzen im Tierheim in Tornow. Quelle: Tierheim Tornow

Die 53-Jährige ist die Leiterin des Tierheims und 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins, der das Heim betreibt. Finanziert wird es aus den Beiträgen der Vereinsmitglieder, aus Spenden, aus den Einnahmen der Tierpension und aus den sogenannten Fundtierbetreuungsverträgen, die das Tierheim mit einigen Kommunen abgeschlossen hat.

Hat das Tierheim seit zwei Jahren immer weniger mit ausgesetzten Tieren zu tun, bleibt das Problem mit den Fundtieren nach wie vor ein großes. Das betreffe vor allem Katzen, sagt Ellen Schütze. Pro Jahr werden im Durchschnitt rund 50 kranke Katzenbabys bei ihr abgegeben, in den Monaten Mai bis August. Sie alle müssen dann erst einmal in die Quarantäne. „Alle leiden an Katzenschnupfen“, so Schütze. „Und einige an Panleukopenie, besser bekannt als Katzenseuche.“

Keine Kastrationspflicht in Oberhavel

Die Tierarztrechnungen schießen aber freilich auch wegen der Kastrationen in die Höhe. Alle erwachsenen Katzen lässt das Tierheim auf eigene Rechnung kastrieren. „Bei vermittelten Katzenbabys bezahlen die neuen Halter einen Kastrationspfand, bei einer Katze sind das 50 Euro, bei zwei Katzen sind es 70 Euro“, sagt Schütze. „Das Geld bekommen die Halter zurück, wenn sie nachweisen können, dass sie die Katze bei erster Geschlechtsreife haben kastrieren lassen.“

Beim Thema Kastration fühlt sich die Tierliebhaberin vom Landkreis allein gelassen. In Oberhavel gibt es keine Katzenschutzverordnung. Bis auf wenige Kommunen in Brandenburg ist das im gesamten Bundesland so. Die Halter von Freigängern haben somit keine Pflicht, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Zusammen mit den freilebenden Tieren ergibt sich dadurch ein Umfeld, in dem sich die Katzen unkontrolliert fortpflanzen können. Was daraus folgt, beschreibt Schütze auf der Internetseite des Tierschutzvereins: „Krankheiten, Unfälle, Hungersnot, einsames und elendiges Leben.“

Drei der vier neuen Container für die Fundhunde im Tierheim in Tornow. Quelle: Tierheim Tornow

Der Landrat fühlte sich nicht zuständig, sagt Schütze. „Der schiebt die Verantwortung auf die Kommunen und die sagen, dass dadurch zu hohe Kosten für Personal entstehen würde, das die Umsetzung der Katzenschutzverordnung kontrollieren müsste.“

An anderer Front gibt es im Tierheim hingegen Besserungen: Die Fundhunde haben demnächst eine neue Unterkunft. Schütze hat die alten hölzernen Zwinger abreißen und gedämmte Container aufstellen lassen. Bald werden die noch fehlenden Fliesen verlegt und zuletzt werden die Innen- und Außenwände einer jeden Hundebox gesetzt. Dann können insgesamt acht Hunde gleichzeitig in den vier Containern leben.

Von Annika Jensen

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