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Fürstenberg In der „Alten Reederei“: Christian Bale ist Dick Cheney
Lokales Oberhavel Fürstenberg In der „Alten Reederei“: Christian Bale ist Dick Cheney
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18:42 09.10.2019
Der Film „Vice“: Dick (Christian Bale) mit seiner Frau Lynne (Amy Adams). Quelle: Universum
Fürstenberg

Christian Bale hat es wieder getan. Er hat sich mit seinem ganzen Körper einer Rolle hingegeben. In „Vice” spielt er Dick Cheney, einen ziemlich runden Mann. Dafür hatte er sich wieder ordentlich Kilos angefressen. Christian Bale ist kaum wiederzuerkennen. Das Ergebnis ist am Freitag und Sonntag im Kino in der „Alten Reederei“ in Fürstenberg zu sehen.

Dick Cheney war ab 2001 in den USA Vize-Präsident unter George W. Bush. Dort war er ein echter Hardliner. Das war zunächst nicht absehbar. In den 60ern war Dick ein eher fauler Typ – und Studienabbrecher. Seine Frau Lynne (Amy Adams) hat darauf keine Lust, sie stellt ihn vor die Wahl: Entweder ändert er was oder sie ist weg.

Er beginnt unter Nixon eine politische Karriere, wird Stabschef im Weißen Haus, später Verteidigungsminister. Als die Demokraten an die Macht kommen, zieht er sich aus der Politik zurück. Bis ihn George W. Bush (Sam Rockwell) ruft. Er sucht nach einem erfahrenen Mann.

Normalerweise hat ein Vize-Präsident wenig zu sagen, aber Dick Cheney erkennt seine Chance und die offensichtliche Lust- und Ahnungslosigkeit Bushs und reißt viel Macht an sich. Er führt die USA in Kriege und scheint keine Skrupel zu kennen.

Was treibt diesen Mann an? Das ist die eigentliche, entscheidende Frage, die man sich stellt, wenn man „Vice” sieht. Nach dem 11. September 2001 suchen Dick Cheney und Co. einen Sündenbock, es müsse ein Land sein, das man als Feind darstellen könne. Da kam offenbar der Irak mit Saddam Hussein gerade recht. Der Film zeigt auf, dass die Bombardierung des Iraks fast vollkommen willkürlich erfolgte – aus Gründen des eigenen Machterhalts.

Der Film zeigt auch, dass die Kriege, die die USA geführt haben, mehr Opfer gefordert haben als beispielsweise die Terroranschläge und Kriege des IS. Eine wirkliche Antwort, was Cheney zu einem derartigen Hardliner machte, findet man allerdings nicht wirklich. Aber man blickt in diese US-Machtzentrale, die sich scheinbar ihre Wahrheiten zurechtrückt.

Filmisch ist es faszinierend, wie Christian Bale in die Rolle dieses Machtmenschen schlüpft. Auch Amy Adams spielt ihre Rolle von Cheneys Frau ganz toll – eine Frau, die hart zu sich selbst ist und ebenfalls zum Ziel zu haben scheint, Macht auszuüben. „Vice” ist einer dieser Filme, die einen wütend zu den Herrschenden blicken lassen. Zu diesen Menschen, die uns anlügen und denen es nur um Herrschaft geht.

„Vice – Der zweite Mann“ läuft am Freitag, 11. Oktober, um 20 Uhr und am Sonntag, 13. Oktober, um 18 Uhr in der „Alten Reederei“ in Fürstenberg.

Von Robert Tiesler

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