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Fürstenberg Lebensmittel solidarisch produziert
Lokales Oberhavel Fürstenberg Lebensmittel solidarisch produziert
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16:33 13.12.2019
Mitarbeiter des Solawi-Landkulturhofes Klein Trebbow: Markus Poland (Mitte), die Gärtner Juliette Lahaine und Thomas Urban.Quelle: privat
Klein Trebbow

Möhren und Broccoli, Kartoffeln, Wurst und eine Gans – das steht in einigen Haushalten der Region nicht auf dem Einkaufszettel, sondern auf der Produkteliste. Dann nämlich, wenn Produzenten und Verbraucher zusammenarbeiten, beide Teil des Betriebes sind. Das ist – kurz gesagt – das Prinzip dersolidarischen Landwirtschaft (Solawi). Konsumenten finanzieren auf diese Weise Bauernhöfe mit.

Die Idee hat in den zurückliegenden Jahren Schule gemacht. Immer mehr Solawis schließen sich dem deutschlandweiten Netzwerk an. Dazu gehört auch der Landkulturhof KleinTrebbowzwischen Fürstenberg und Neustrelitz. 2020 startet der Betrieb in das dritte Jahr, derzeit mit 89 sogenannten Mitbauern, die verschiedene Ernteanteile für Fleisch und Gemüse erwerben.

Hilfe beim Landkauf

„Wir schauen auf zwei erfolgreiche, spannende, aber auch anstrengende und nervenaufreibende Jahre zurück“, berichtet Eileen Jahnke. Ein Rückschlag war der geplante Verkauf der Flächen, auf denen die Rinder weiten und Gemüse angebaut wird. „Mit Hilfe der Kulturlandgenossenschaft und der Beteiligung vieler Bürger konnten wir sie sichern und langfristig pachten, was uns mehr Planungssicherheit bietet und Investitionen in die Bodenfruchtbarkeit ermöglicht“, so Eileen Jahnke.

Weitere Herausforderungen stehen bevor. So soll der gesamte Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umgestellt werden. Seit April verstärkt Thomas Urban, ein Demeter-Gemüsebauer und staatlich geprüfter Gärtner, das Team. Er brachte drei Folientunnel und viel Werkzeug in die Genossenschaft ein, so dass der Gemüseanbau erweitert werden konnte.

Förderverein unterstützt den Hof

Um den selbst gesteckten Zielen näherzukommen, wurde ein gemeinnütziger Förderverein gegründet, der den Landkulturhof unter anderem bei Umweltmaßnahmen, der Erhaltung vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen und dem Marketing unterstützt. Ziel des Solawi-Hofes in Klein Trebbow ist es, den Betrieb wirtschaftlich auf sichere Beine stellen zu und eine nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Das schließt sowohl den umsichtigen Umgang mit Boden, Wasser und Luft als auch den mit Mensch und Tier ein. Das funktioniere nur, so Eileen Jahnke, wenn sich der Betrieb nicht von Jahr zu Jahr hangeln muss, sondern langfristig planen kann. „Wer uns auf diesem Weg begleiten möchte, ist herzlich eingeladen, Mitbäuerin und Mitbauer zu werden“, so Eileen Jahnke.

Arbeitseinsätze und Arbeitsgruppen

Die Lieferung der Lebensmittel ist dabei nur eine Seite der Solidargemeinschaft. Über wöchentlichen Hofbriefe erhalten die Mitglieder Einblick in das Geschehen, die anstehenden Aufgaben und Prozesse des Betriebes. Darüber hinaus werden monatlich Mitmachtage organisiert. Während der jährlichen Kooperationshauptversammlung werden das Betriebsergebnis ausgewertet und Weichen für die gemeinsame Zukunft gestellt. Die Mitbauern organisieren selbstständig die Bildung verschiedener Arbeitsgruppen und Verteilstellen. Eine Verteilstelle existiert bereits in Neustrelitz, eine weitere in Neubrandenburg ist in Planung, berichtet Eileen Jahnke.

Wer Interesse hat: Es gibt noch Möglichkeiten, Teil der Solawi-Gemeinschaft zu werden. Interessenten können sich melden.

Demonstration für Veränderungen

Das Solawi-Netzwerk ist eine von mehr als 50 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft, die sich an den Demonstrationen für die Agrar- und Ernährungswende zum Auftakt der Grünen Woche am 18. Januar in Berlin beteiligen wird. Sie treibt unter anderem die Sorge an, dass die Bauern mit dem notwendigen Umbau der Landwirtschaft alleine gelassen werden. Die Landwirte brauchen verlässliche Vorgaben und finanzielle Unterstützung für die notwendigen Veränderungen, so die Forderung. Mit Agrar-Subventionen sollen die Bauernhöfe gezielt dabei unterstützt werden, mehr Tier-, Umwelt- und Klimaschutz umzusetzen. Auch der Handel und die Verbraucher sollen eine „enkeltaugliche“ Landwirtschaft mit fairen Preisen honorieren.

Von Martina Burghardt

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