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Fürstenberg Junge Hacker entwickeln Stadtspiel
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17:04 24.11.2019
Konzentriertes Arbeiten bei Jugend hackt lab im Verstehbahnhof Fürstenberg. Eine Pause muss auch sein. Nebenher läuft der 3-D-Drucker. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

Es ist ein Spiel, aber danach sieht es erst einmal gar nicht aus: ein Flipchart, eine weiße Tafel und farbige Notizen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennen lassen, wozu das gut ist. Aber so läuft das im Jugend hackt Lab im Verstehbahnhof Fürstenberg/Havel.

Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren aus Fürstenberg und Umgebung, Gransee und Neustrelitz trafen sich dort am Sonnabend zum zweiten von drei Workshops, um ein Stadtspiel für Fürstenberg zu entwickeln, bei dem digitale und reale Welt eins werden. Nachdem beim ersten Workshop schon ein Testspiel auf dem Bahnhof ausprobiert wurde, sollten diesmal die Story und erste Spielelemente entwickelt werden.

Spiele-Entwickler unterstützt die jungen Leute

Unterstützt wurden die jungen Hacker dabei von Daniel Domscheit-Berg, ehrenamtlichen Helfern und einem Experten, dem Informatiker Markus Schubert aus Berlin, der sich mit Design, Produktion und Umsetzung unterschiedlicher Spiele-Mechaniken an der Schnittstelle von Gaming und Realität beschäftigt und dafür vor fünf Jahren die Plattform Toto entwickelt hat.

Spiele-Entwickler Markus Schubert unterstützt das Jugend hackt Lab im Verstehbahnhof Fürstenberg. Quelle: Martina Burghardt

Ob das Fürstenberger Stadtspiel an einem Tag zu bewältigen ist, ob es eine kurze und eine lange Version gibt, welche Aufgaben die Spieler zu lösen haben, wie die Story erweitert werden und man neue Levels einbauen kann, wie das alles technisch umsetzbar ist – diese Überlegungen gehören zur Ideenfindung. Idealerweise arbeiten die jugendlichen Spieleentwickler zu Hause weiter oder treffen sich zu den offenen Lab-Terminen im Verstehbahnhof, um an der Idee weiterzuarbeiten. „Das soll eine gewisse Eigendynamik bekommen und auf jeden Fall ihre Story werden“, so Daniel Domscheit-Berg.

Er ist überzeugt davon, dass Lernen und Technik Spaß machen können und dass bei so einem Projekt alle möglichen Lernformen integriert werden können. Damit meint er nicht nur die Entwicklerphase, sondern auch das Spiel selbst. Eine Aufgabe könnte beispielsweise sein, etwas zu löten oder in 3D zu drucken. Die Technik dafür steht im Verstehbahnhof. So das Interesse für neue Dinge und Denkweisen zu wecken, das ist das Ziel. „Wir wollen das Spiel nutzen, den Verstehbahnhof bekannt zu machen“, sagt Daniel Domscheit-Berg und meint damit die verschiedenen Angebote, die sich derzeit etablieren.

Lust aufs Entdecken

Von dem Stadtspiel sollen sich nicht nur die Fürstenberger, sondern auch Besucher und Touristen angesprochen fühlen. Man braucht ein Smartphone, eine App und Lust am Entdecken. Touristiker, Vereine und Gewerbetreibende können sich einbringen. Anfang nächsten Jahres findet der dritte Workshop statt.

Von Martina Burghardt

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