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Fürstenberg Kleinkunst, Spiel und viel Musik
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02:22 17.05.2018
Matthias Paul und Ilja Rudat überlassen die Bühne vor dem  Haus des Gastes in Himmelpfort gern den Künstlern.
Matthias Paul und Ilja Rudat überlassen die Bühne vor dem Haus des Gastes in Himmelpfort gern den Künstlern. Quelle: Martina Burghardt
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Himmelpfort

Die Besucherterrasse am Weihnachtshaus, dem Haus des Gastes in Himmelport, verwandelt sich nach Pfingsten jeweils donnerstags wieder in eine Zuschauerterrasse. Um 19 Uhr richtet sich dann die ganze Aufmerksamkeit auf Musiker und Künstler, die sich auf der Himmelpforter Sommerbühne präsentieren. Die Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Kleinkunst, Musik und Spiel“ geht bereits in die fünfte Saison, wie Gastgeber Matthias Paul berichtet.

Tradition als Kulturort

Der Geschäftsführer von Nordlicht Tour und Kanu betreibt seit acht Jahren das Haus des Gastes und organisiert verschiedene Veranstaltungen – bis hin zum Weihnachtsmarkt. „Wir verstehen es als einen Kulturort, wir führen sozusagen die Klostertradition fort“, so Matthias Paul. Für das Programm und die Organisation ist Ilja Rudat zuständig. Sie knüpft die Kontakte, koordiniert und moderiert die Veranstaltungen.

Netzwerk geknüpft

Angefangen hat alles mit Musikern aus der Region. „Es ist schön, wenn sie in der Gegend eine Bühne bekommen“, so Ilja Rudat. Mittlerweile ist es so, dass sie weniger auf Suche gehen muss, sondern mehr Anfragen bekommt, oft von Künstlern, die gern noch einmal in Himmelpfort auftreten möchten. So ist im Laufe der Jahre ein Netzwerk entstanden, sozusagen eine eigene kleine Veranstaltungstagentur in Himmelpfort.

„Die Musiker schätzen das aufmerksame und dankbare Publikum in der schönen Atmosphäre“, sagt Ilja Rudat. „Für uns ist das eine wichtige Rückmeldung.“ Ähnlich würden sich wahrscheinlich die Zuschauer äußern. Deshalb gibt es auch längst Stammgäste, zu denen sich die Gelegenheits-Konzertgänger und Urlauber gesellen.

Donnerstags ist Sommerbühnen-Wetter

Bewährt hat sich auch der Donnerstag als Konzertabend. Den Urlaubern ist der Wochentag gleichgültig, wissen die Gastgeber. An den Wochendenden finden genügend andere Veranstaltungen und Feste in der Umgebung statt. Außerdem ist donnerstags garantiert gutes Wetter, wie Matthias Paul und Ilja Rudat augenzwinkernd versichern. Sollte es wider Erwarten doch einmal ungemütlich werden, ziehen Künstler und Publikum um ins Cafe.

Übrigens steht dort, unter dem Luftbild von Himmelpfort, seit eineinhalb Jahren ein Klavier. Wer kann, der darf – unabhängig von der Jahreszeit, die Saiten zum Klingen bringen, da ist man in Himmelpfort recht offen.

Pantomime zum Auftakt

In einem Restaurant spielt übrigens auch die Geschichte, die am 24. Mai auf der Sommerbühne gezeigt wird. Ganz ohne Worte kommen Gast und Kellner – Norbert Knitsch und Hartmut Hauer – bei ihrer Pantomime-Vorstellung aus. Im Vorprogramm zeigt die von Norbert Knietsch geleitete Theatergruppe vom Haus Dahmshöhe, der Bildungs- und Begegnungsstätte der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, ein kleines Stück. Es ist ein integratives Projekt von Workshopteilnehmern, wie Ilja Rudat berichtet.

Eintritt wird übrigens bei den Veranstaltungen nicht kassiert. Die Musiker bekommen statt eines Honorars die gesammelten Spenden.

Von Martina Burghardt

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