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Fürstenberg Kein Tempo 30 vor der Grundschule
Lokales Oberhavel Fürstenberg Kein Tempo 30 vor der Grundschule
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18:35 07.03.2019
An der Stelle in der Rheinsberger Straße wird es eng. Nun endlich werden verschiedene Lösungsmöglichkeiten auf Sinnhaftigkeit geprüft. Quelle: Martina Burghardt
Fürstenberg/Havel

 Erneut hat die Verkehrsbehörde des Landkreises eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der B-96-Ortsdurchfahrt in Fürstenberg/Havel abgelehnt. Weil der Bundesrat schon 2016 der „erleichterten Einrichtung von Tempo-30 Zonen vor Schulen und Kitas“ zugestimmt hatte, gab es Hoffnung, dies auch in der Wasserstadt durchzusetzen. Weil sich der Haupteingang nicht an der B 96 befindet und wegen des Grünstreifens zwischen Gehweg und Fahrbahn, der zusätzliche Sicherheit bietet, konnte die Stadt ihre Forderung nicht durchsetzen.

Vor der Grundschule in Fürstenberg/Havel wird keine Tempo-30-Zone eingerichtet. Quelle: Martina Burghardt

Hauptamtsleiterin Carola Hoheisel schilderte während der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung die verschiedenen Sichtweisen. Die Schule sei von der Bergstraße aus erreichbar, und dort bereits eine 30-km/h-Zone eingerichtet. „Wir werden die Argumentation mit dem Landkreis besprechen und hatten bis jetzt nicht vor, gegen diese Entscheidung in Widerspruch zu gehen“, so Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) auf Nachfrage von Manfred Saborowski (Linke).

Zu dem Thema Tempo 30 auf der gesamten Ortsdurchfahrt gebe es umfangreichen Schriftverkehr, berichtete Robert Philipp. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Schutz der Kinder hintan gestellt wird“, sagte Thomas Burmann (CDU). Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg) schlug vor, den Fürstenberger Kreistagsabgeordneten die ablehnende Antwort der Verkehrsbehörde zur Verfügung zustellen. „Es kann nicht sein, dass die Schule nicht an der B 96 liegt“, sagte er.

Engpass seit Jahren ein Thema

Ein weiteres Verkehrsproblem, das auch immer wieder in den Sitzungen der Stadtverordneten zur Sprache kommt, ist der Engpass in der Rheinsberger Straße, Ecke Bergstraße. Thomas Hentschel (Allianz für Fürstenberg) erinnerte daran, dass schon seit zwei Jahren nach einer Lösung dafür gesucht wird.

Tatsächlich hatte die Stadt schon im Oktober 2016 an der Einengung eine Geschwindigkeitsreduzierung beantragt, im August 2017 kam schließlich die Ablehnung. „2018 haben wir noch einmal eindringlich gebeten, die Situation zu ändern“, so Carola Hoheisel. Daraufhin kam ein Anhörungsverfahren in Gang. Behörden, Polizei und der Landesbetrieb Straßenwesen waren daran beteiligt.

Ergebnis: Tempo 30 würde in der Rheinsberger Straße nicht mehr Sicherheit bringen, weil die Gefahr aus dem baulichen Zustand resultiert. Das zunächst an der falschen Stelle platzierte Verkehrszeichen, das Kraftfahrer auf die „einseitig verengte Fahrbahn“ aufmerksam macht, scheint auch nicht die Lösung zu sein.

Vorschläge werden nun geprüft

Der vorgeschlagene Bau von zwei Ausweichstellen wurde „wegen erheblichen Eingriffs in den Baumbestand“ abgelehnt, wie Carola Hoheisel berichtete. Die Stadt habe erneut interveniert, und es gab eine weitere Anhörung. In der Fürstenberger Verwaltung wird nun geprüft, welcher der sich daraus ergebenden Vorschläge realisierbar und am sinnvollsten wäre: ein Schutzgeländer am östlichen Gehweg, was allerdings eine weitere Einengung der Straße mit sich brächte; ein Verkehrsverbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen mit der nötigen Ausweisung einer Alternativstrecke; Befestigung der Bankette, um den Begegnungsverkehr von Lastkraftwagen zu ermöglichen.

Von Martina Burghardt

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