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Fürstenberg Theaterschiff gastiert in Fürstenberg – mit Stück über die Treuhand
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18:19 23.06.2019
Die Aufführung von „Treue Hände - Folge 1" des Traumschüffs im Stadtpark in Fürstenberg. Quelle: FOTO: Annika Jensen
Fürstenberg

Der Blick der Zuschauer richtet sich auf den Schwedtsee. Doch sie sehen nicht das Wasser. Sie sehen Schauspieler, die auf einem Boot ein Theaterstück vorführen. Es ist Samstagabend und in Fürstenberg gastiert das Traumschüff. Das Ensemble spielt „Treue Hände – Folge 1“.

Sophia Sorge (l.), Pressesprecherin und Autorin sowie Jana Grubert, zuständig für die Technik. Quelle: Annika Jensen

In dem Stück geht es um ein Berliner Paar – Gitti (Sophie Ammann) und Dirk (Jakob Plutte) – und die beste Freundin von Gitti, Sylvia (Maj-Britt Klenke), die alle drei mit den Wirren der Wende umgehen müssen. Im Mittelpunkt steht ihr Umgang mit der Treuhand. Während Gitti dort einen Job ergattert, lehnen Dirk und Sylvia die Vorgehensweise der Anstalt ab. Sylvia fühlt sich von Gitti gar verraten, weil sie ihren Job in Gefahr sieht und die Treuhandanstalt dafür verantwortlich macht. Dirk weiß bis zum Ende des ersten Teils nichts von dem neuen Job seiner Freundin. Er macht ihr einen Heiratsantrag am Ende.

Die Aufführung von "Treue Hände - Folge 1" des Traumschüffs bei strahlend blauem Himmel. Quelle: Annika Jensen

Wer also wissen will, wie es weitergeht, kann sich in der nächsten Woche (Sonnabend) den zweiten Teil in Himmelpfort ansehen. Dort schippert die Theatertruppe als nächstes hin. Seit Mai ist sie unterwegs. In Havelberg waren die Schauspieler gestartet. Bis Ende September sind sie auf der Havel unterwegs, bis es zur Winterpause wieder zurück nach Havelberg geht.

„Es ist uns ein Anliegen, uns in unseren Stücke inhaltlich mit den Themen und Blickwinkeln der Menschen in der Region, in der wir unterwegs sind, auseinanderzusetzen“, sagt Sophia Sorge (25), Pressesprecherin der gemeinnützigen Theatergenossenschaft „Das Traumschüff“. „Das sind Themen, die in der Stadt womöglich nicht so wichtig sind, aber auf dem Land schon. Und wir versuchen, da eine Brücke zu schlagen.“

Das Schiff hat die Theatergruppe selbst gebaut

Die Crew besteht aus Profis aus den verschiedensten Branchen, Schauspieler, Pädagogen. Sorge ist Kulturwissenschaftlerin. Die meisten haben an den verschiedensten Theatern gespielt. „Wir haben aber gemerkt, dass die Strukturen dort oft sehr starr sind“, sagt Sorge. „Das ist auch der Grund, warum wir eine Genossenschaft sind. Jeder ist Teil der Genossenschaft und kann sie mitgestalten.“

Ihr Schiff, die Genossin Rosi, hat die Theatertruppe selbst gebaut. In der Mitte ist die Bühne, rechts gibt es eine kleine Küchenzeile, links ist ein Raum mit Betten gebaut. Auf so engem Raum und bei so viel gemeinsamer Zeit muss man sich verstehen. „Das tun wir auch“, sagt Sophia Sorge. „Ich denke, das liegt daran, dass wir alle die gleiche Vision davon haben, wie wir Theater machen und auch wie wir hinter der Bühne zusammenarbeiten möchten.“

Christiane und Rainer Elsner haben sich "Treue Hände - Folge 1" angesehen. Quelle: Annika Jensen

Das Publikum sitzt an Land vor der Bühne. Auch in Fürstenberg. Am Samstagabend sind etwa 30 Zuschauer in den Stadtpark gekommen. „Ich fand das Stück sehr schön und wirklich realistisch“, sagt Christiane Elsner. Die Fürstenbergerin ist mit ihrem Mann Rainer gekommen. „Es ist genauso wie damals bei mir.“ Abgesehen von der Beziehungsgeschichte. „Auch mein Betrieb, der hier Tierfutter hergestellt hatte, wurde von einem Konkurrenzunternehmen aus dem Westen aufgekauft und kurze Zeit später stillgelegt.“

Ihr Mann stimmt ihr zu. „Sie haben die Szenenwechsel sehr gut hingekriegt“, sagt er. „Und ich fand es sehr gut dafür, dass die jungen Darsteller das Ganze damals nicht so bewusst mitbekommen haben.“ Es sei dem Ensemble gelungen, mit Recherchen die Geschichte realistisch zu erzählen.

Von Annika Jensen

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