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Fürstenberg Mitmachprojekt im Verstehbahnhof
Lokales Oberhavel Fürstenberg Mitmachprojekt im Verstehbahnhof
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18:02 16.05.2019
Im Verstehbahnhof Fürstenberg nahmen am MIttwoch 35 Schüler an drei Workshops teil. Quelle: Martina Burghardt
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Fürstenberg/Havel

 Daten sammeln und analysieren, mit einem Computer kommunizieren, moderne Technik wie 3-D-Drucker – die digitale Welt hat längst Einzug in den Alltag gehalten. Wie all das genau funktioniert, welche Möglichkeiten und auch Probleme damit verbunden sind – das sind Themen, auf die die Mitarbeiter und Helfer der Gesellschaft für Informatik und der Open Knowledge Foundation Deutschland derzeit Schüler im ganzen Land neugierig machen wollen.

Zum Auftakt ihrer diesjährigen Aufklärungstour machte der Turing-Bus, benannt nach dem Informatikpionier Alan Turing, am Mittwoch Station in Fürstenberg/Havel. Im Verstehbahnhof waren sie beim Verein Havel-lab zu Gast. 35 Schüler aus Neustrelitz und vom Strittmatter-Gymnasium Gransee nahmen an drei Workshops teil.

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Lea Pfau und Nikolas Becker am Turing-Bus-Projekt vor dem Verstehbahnhof Fürstenberg/Havel. Quelle: Martina Burghardt

Andrea Knaut und Bela Seeger als Projektleiter und Nikolas Becker hatten mehrere Helfer an ihrer Seite, „Infonauten“, wie sie auch genannt werden. „Wir möchten Interesse wecken und vermitteln, was Digitalisierung in der Gesellschaft bedeutet“, so Nikolas Becker. „Die Kinder und Jugendlichen sollen Dinge kritisch hinterfragen.“ Zum Beispiel beim Turing-Test, mit dessen Hilfe man herausfinden kann, wann ein Computer wie ein Mensch kommuniziert. In einem weiteren Workshop des Turing-Bus-Projektes geht es darum, wie man Daten, zum Beispiel bei der Messung von Luftfeuchte oder Feinstaub, sammeln und daraus einen brauchbaren Datensatz generieren kann.

Kontakt zwischen Experten und Schulen

An etwa 20 Stationen wird der Turing-Bus in diesem Jahr Halt machen, als nächstes in Potsdam. Im vergangenen Jahr fand diese Tour das erste Mal statt, der Bus hielt direkt an den Schulen. Diesmal haben sich die Informatik-Experten Partner wie den Verein Havel-lab gesucht, sogenannte Hack- und Makerspaces sowie Orte der KI (künstliche Intelligenz), und Schulen angesprochen. Das funktioniert sowohl über persönliche Kontakte als auch über Bewerbungen, die beim Turing-Bus-Projekt eingehen. Das „Verkuppeln“ von Schulen und solchen Einrichtungen in der Nähe ist dabei ein gewünschter Nebeneffekt.

Verstehbahnhof geöffnet

Daniel Domscheit-Berg, Vorsitzender von Havel-lab, freute sich jedenfalls über den Besuch im Verstehbahnhof. Er selbst erklärte den Schülern in einem Workshop die Funktionsweise der 3-D-Drucker und Laser-Cutter. Montags und mittwochs ist die „Station junger Naturforscher und Techniker des 21. Jahrhunderts“ im ehemaligen Bahnhofsgebäude von Fürstenberg/Havel geöffnet, darüber hinaus auf Anfrage.

„Das ist genau unser Thema“, sagte Lehrer Jens-Richter Mendau vom Strittmatter-Gymnasium. Gerade haben sich seine Schüler für die Robocup-Europameisterschaften qualifiziert.

Von Martina Burghardt

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