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Oberhavel Geld für neue Bänke und das Kriegerdenkmal
Lokales Oberhavel Geld für neue Bänke und das Kriegerdenkmal
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21:41 11.01.2017
Das Kriegerdenkmal in Groß-Ziethen.
Das Kriegerdenkmal in Groß-Ziethen. Quelle: privat
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Groß-Ziethen

Der Bürgerhaushalt 2017 in Kremmen ist jetzt in seine aktive Phase getreten. Im Ortsbeirat in Groß-Ziethen ist am Dienstagabend besprochen worden, was denn vom Geld, das dem Dorf zur Verfügung steht, angeschafft werden könnte.

50 000 Euro sind für den Bürgerhaushalt bereit gestellt. Jeder der Kremmener Ortsteile bekommt 5000 Euro. Die Summe, die übrig bleibt, wird je nach Einwohnerzahl aufgeteilt. In den Ortsbeiräten können die Bewohner nun bis Ende Februar beraten. In Groß-Ziethen hat Ortsvorsteherin Astrid Braun offensiv dazu aufgerufen, dass sich die Bewohner nun auch wirklich beteiligen.

Es kamen diverse Vorschläge. Ganz vorn im Rennen: die Säuberung des alten Kriegerdenkmals in der Alten Dorfstraße. „Das ist sehr schade, so wie es jetzt aussieht“, sagte Astrid Braun. Der Stein und der Sockel könnten gesäubert und die Schrift erneuert werden. Die Ortsvorsteherin will sich über mögliche Preise informieren.

Ins Spiel gebracht worden sind neue Sitzbänke für das Dorf. Mögliche Aufstellpunkte wären das Kriegerdenkmal oder der Platz, wo der Maibaum und der Weihnachtsbaum stehen. Es gehe um eine attraktive Dorfmitte.

Das sind die beiden Vorschläge, die im Rennen um den Platz im Bürgerhaushalt momentan ganz oben stehen. Aber es ist auch noch mehr zur Sprache gekommen. Rafael von Thüngen-Reichenbach brachte die Tafel mit den Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen ins Spiel. Die Tafeln hängen in der Groß-Ziethener Kirche. Die Ortsvorsteherin will sich die Tafeln mal ansehen. Wobei dort auch unklar ist, wem sie gehören, auch das soll noch geklärt werden.

Ein anderer Einwohner machte den Vorschlag, die Fläche gegenüber des Bäckers neu zu gestalten, denn gerade bei nassem Wetter sei diese Stelle ein Schandfleck. Kremmens Kämmerin Kathrin Schönrock wies an dem Punkt darauf hin, dass die Stadtverordneten einen Grundsatzbeschluss gefasst haben, dass die Seitenbankette in der Alten Dorfstraße saniert werden. Aber sie stimmte dem Einwohner zu: „Das kann nicht so bleiben.“ Allerdings seien diese Arbeiten zu teuer, um sie aus dem Bürgerhaushaltstopf zu bezahlen. Da müsse eine andere Lösung her.

Eine weitere Anregung war eine Rampe für die Alte Schule, in der auch die Ortsbeiratssitzung stattfand und in der auch Wahlen und viele weitere Veranstaltungen abgehalten werden. Bislang sei die Barrierefreiheit jedoch nicht gegeben. Astrid Braun wies auf die Auflagen hin, die mit dem Bau verbunden wären. Der Aufwand wäre hoch.

Von Robert Tiesler