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Oberhavel Gemeinden unterzeichnen Erdgasliefervertrag
Lokales Oberhavel Gemeinden unterzeichnen Erdgasliefervertrag
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00:20 17.12.2017
Kosteneinsparung durch einen gemeinsamen Vertrag: Filippo Smaldino-Stattaus (l.) und Hans G. Oberlack unterzeichnen den Kontrakt über Lieferung von Erdgas.
Kosteneinsparung durch einen gemeinsamen Vertrag: Filippo Smaldino-Stattaus (l.) und Hans G. Oberlack unterzeichnen den Kontrakt über Lieferung von Erdgas. Quelle: Gemeindeverwaltung
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Glienicke

Die Bürgermeister der Gemeinden Glienicke und Mühlenbecker Land, Hans Günther Oberlack (FDP) und Filippo Smaldino-Stattaus (SPD), unterzeichneten im Glienicker Rathaus einen Vertrag über die Lieferung von Erdgas. Von 2018 bis 2020 versorgen die Stadtwerke Bad Kissingen die Liegenschaften der beiden Kommunen mit dem Energieträger. Dem war eine gemeinsame Ausschreibung vorausgegangen.

„Mit der gemeinsamen Ausschreibung betreten wir kein Neuland. Das machen wir auch seit vier Jahren bei der Lieferung von Strom so. Und es hat sich bewährt“, sagte Oberlack. Beiden Kommunen winkt für die kommenden drei Jahre jeweils eine Kosteneinsparung im mittleren fünfstelligen Bereich. „Wir können in dem vorgesehenen Zeitraum 49 000 Euro einsparen“, sagte Glienickes Kämmerin Grit Knappe. In der Gemeinde Mühlenbecker Land könnten die Kosten nach Berechnung von Verwaltungsmitarbeiterin Anke Wollanke um bis zu 40 000 Euro gesenkt werden. Voraussetzung ist ein Verbrauch auf dem Niveau von 2016.

Bürgermeister Smaldino-Stattaus würdigte die reibungslose Zusammenarbeit beider Gemeinden und verwies dabei auf andere Bereiche der interkommunalen Kooperation. Glienicke und Mühlenbecker Land arbeiten bereits in anderen Bereichen eng zusammen. So wird das Standesamt seit vielen Jahren durch Glienicke betreut. Zwar kann man in beiden Gemeinden heiraten, die Formalitäten für eine Eheschließung werden aber in der Glienicker Verwaltung erledigt. Im Gegenzug ist die Gemeinde Mühlenbecker Land für das Vollstreckungswesen in beiden Orten zuständig. Eine ähnliche gute Zusammenarbeit ist ebenfalls im Bauwesen geplant. Beide Kommunen wollen über ein Gutachten prüfen lassen, in welchen Bereichen eine Kooperation möglich und auch sinnvoll erscheint. Die Bürgermeister hatten diesbezüglich im Dezember 2015 einen öffentlich-rechtlichen Koordinationsvertrag unterzeichnet. Derzeit läuft ein Verfahren zur Auswahl der Gutachter. Langfristig ist die Zusammenlegung der zwei Bauämter geplant. Mit diesem Schritt erhoffen sich beide Kommunen eine Qualitätssicherung und die Schaffung einer Ausfallsicherheit. Als wegweisendes Beispiel dient das Vollstreckungswesen. In diesem Bereich gab es keine krankheitsbedingten Ausfallzeiten. Auch im Wasser- und Abwasserbereich möchten die Gemeinden enger zusammenarbeiten. „Wir bohren hier langsam, aber stetig dicke Bretter. Das aber mit Augenmaß“, sagte Smaldino-Stattaus.

Von MAZonline