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Oberhavel Bewährung für Drogenhandel
Lokales Oberhavel Bewährung für Drogenhandel
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15:33 22.08.2019
Das Landgericht Neuruppin verurteilte am Donnerstag einen Dealer. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin/Oberkrämer

Hauptsächlich chemische Drogen in der kompletten Bandbreite, wie es Staatsanwalt Torsten Sauermann ausdrückte, lagerten im Haus eines 40-Jährigen in Oberkrämer. Diese gelangten nicht in den Verkehr. Sie wurden bei einer polizeilichen Durchsuchungsmaßnahme im März 2017 sicher gestellt.

Urteil wurde rechtskräftig

Am Donnerstag konnte nun ein Schlussstrich unter dieses Verfahren gezogen worden. Die erste Große Strafkammer des Landgerichts verurteilte den 40-Jährigen wegen Drogenhandels und Beisichführens einer Schreckschusspistole zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Diese setzte sie zur Bewährung aus.

Die Richter gingen von einem minder schweren Fall aus, weil mehr für als gegen den Angeklagten sprach. Ansonsten hätte die Mindeststrafe bei fünf Jahren gelegen. Das hätte Gefängnis bedeutet.

Mit seiner Entscheidung entsprach das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Urteil wurde noch im Gerichtssaal rechtskräftig: Staatsanwalt und Angeklagter akzeptierten es und verzichteten darauf, dagegen vorzugehen.

Zudem muss der Angeklagte 5400 Euro zahlen, in monatlichen Raten zu je 150 Euro. Das würde ihn jeden Monat daran erinnern, dass noch etwas offen sei, sagte der Vorsitzende Richter Udo Lechtermann.

Der Staatsanwalt hatte eine Geldstrafe von 2000 Euro, zahlbar an den Verein „Keine Macht den Drogen“ gefordert.

Angeklagter war geständig

Der bisher unbescholtene Angeklagte hatte gestanden, Drogen besessen zu haben. Das hatte er auch nach der Hausdurchsuchung nicht mehr abstreiten können. Wohl aber, damit gehandelt zu haben.

Bei derartigen Mengen läge die Vermutung nahe, so der Staatsanwalt. Außerdem falle unter den Begriff des Handeltreibens nicht nur das Dealen im großen Stil sondern auch, einem Kumpel, der mal für einen arbeite, dafür zwei Pillen zu geben.

Dass wie vom Angeklagten behauptet, die Drogen überwiegend für den Eigenkonsum gedacht waren, glaubte das Gericht nicht. Dagegen sprechen das Verpackungsmaterial, Feinwaagen, Streckmittel und andere Utensilien.

Die Vermutung bestehe, dass der Angeklagte auch auf Festivals, die er nach eigenen Angaben regelmäßig besucht, Drogen verkauft habe. Das konnte aber nicht bewiesen werden.

Dass gerade Amphetamine gefährlich seien, betonte Richter Lechtermann. Deshalb, weil man nicht wisse, was darin enthalten sei.

40-Jähriger führt geregeltes Leben

Der 40-Jährige führt ein geregeltes Leben, hat eine feste Arbeit, Haus und Auto. „Alles war gut“, sagte Lechtermann. Dann kamen die Drogen.

Doch seit der Durchsuchung spreche nichts dafür, dass er so weiter gemacht habe wie zuvor. Dafür, so Sauermann, lebte er seit zweieinhalb Jahren unter der „Knute dieses Verfahrens“.

Auf das Gericht wirkte der Angeklagte so, als mangele es ihm an Unrechtsbewusstsein. Das er etwas Verbotenes getan hat, hat er nun immer dann vor Augen, wenn er einmal im Monat die Überweisung von 150 Euro veranlassen muss.

Von Dagmar Simons

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