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Glienicke Glienicke: Nachbar verhindert Telefonbetrug an 88-Jähriger
Lokales Oberhavel Glienicke Glienicke: Nachbar verhindert Telefonbetrug an 88-Jähriger
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12:08 28.11.2018
Dank aufmerksamem Nachbarn endete ein Enkeltrick-Betrugsversuch in Glienicke am Ende bei der Polizei. Quelle: Patrick Seeger/DPA
Glienicke

Ein aufmerksamer Nachbar reagierte am Dienstagnachmittag in Glienicke genau richtig, als ihn seine 88-jährige Nachbarin aufsuchte und um Rat fragte.

Angeblicher Bekannter benötigt 16000 Euro

Die Seniorin war zuvor gegen 13.15 Uhr von einem unbekannten Mann angerufen worden, der ihr weismachen wollte, ihr Bekannter zu sein. Der Anrufer erbat sich von der 88-Jährigen einen Betrag von 16000 Euro, die er dringend benötigen würde. Nachdem die Frau das Gespräch beendet hatte, wurde sie unsicher ob des Vorgangs und ging zu ihrem Nachbarn, um ihn um Rat zu fragen. Dieser erklärte der Frau aufgrund ihrer Schilderungen, dass sie möglicherweise Opfer eines Betruges werden sollte und empfahl ihr, die Polizei zu kontaktieren. Wie es der Zufall wollte, meldete sich währenddessen schließlich auch noch der tatsächliche Bekannte der Frau bei ihr telefonisch. Die sofortige Nachfrage, ob er mit einer Geldforderung kurz zuvor bei ihr angerufen hätte, verneinte er, so dass sich die 88-Jährige ebenso wir ihr Nachbar nun sicher waren, dass es sich bei dem Telefonat um einen „Enkeltrick“-Betrugsversuch handelte.

Polizei lobt richtiges Verhalten

Zusammen mit ihrem Nachbarn begab sich die Seniorin daraufhin zur Polizeiinspektion und erstattete Anzeige im Falle eines versuchten Betruges. „Sowohl die Dame selbst als auch der Nachbar haben genau richtig reagiert“, erklärt Polizeipressesprecherin Ariane Feierbach. „Im Zuge verdächtiger Anrufe Rücksprache halten, insbesondere auch mit den vermeintlichen Bekannten oder Familienangehörigen, ist genau richtig.“ Die Polizei weist immer wieder auch daran hin, Telefonbetrugsversuche bei der Polizei zu melden und zur Anzeige zu bringen.

So schützen Sie sich vor Enkeltrick-Betrug

- Am Telefon nicht ausfragen lassen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.

- Nicht unter Druck setzen lassen! Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin. In der Zwischenzeit prüfen Sie die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei.

- Rufen Sie die Polizei an! Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – aber nicht die Nummer, die der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde.

- Notieren Sie die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

- Bevor Sie jemandem Geld geben: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie die Polizei.

– Übergeben Sie Geld nur an Personen, die Ihnen persönlich bekannt sind!

– Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Termin die Polizei unter Tel. 110!

– Sichern Sie Ihre Wohnung: Tür abschließen, Sperrriegelkette vorhängen, Türspion benutzen.

– Schließen Sie niemals Verträge an der Haustür ab!

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