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Glienicke Gedenken an den 58. Jahrestag des Mauerbaus
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18:19 13.08.2019
Gedenkveranstaltung in Glienicke/Nordbahn mit Teilnehmern vom Neuen Gymnasium Glienicke. Quelle: Gemeinde Glienicke
Glienicke

Mit Kranzniederlegungen und Reden am Gedenkkreuz des am 24. November 1986 zu Tode gekommenen Flüchtlings Michael Bittner am Edelhofdamm gedachten die Gemeinde Glienicke und der Bezirk Reinickendorf am Dienstag der Opfer von Mauer und Teilung. An der Veranstaltung nahmen mehr als 80 Menschen teil, darunter die stellvertretende Bürgermeisterin Jana Klätke sowie Uwe Klein, Vorsitzender der Gemeindevertretung. Das Wachbataillon der Bundeswehr unterstützte die Veranstaltung protokollarisch. Anlass war der 58. Jahrestag des Mauerbaus vom 13. August 1961.

Uwe Klein und Jana Klätke platzieren den Kranz der Gemeinde. Quelle: Gemeinde Glienicke

Klein erinnerte in seiner Rede an den Wert der Freiheit. „Wir leben heute in Deutschland in einer Zeit, in der wir die Freiheit haben, dass zu sagen, was wir denken. Die Freiheit, dahin zu gehen oder zu reisen, wohin wir möchten.“ Jedoch sei das mit der Freiheit so eine Sache. „Wir nehmen sie eigentlich kaum noch war, weil sie für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.“ Klein erinnerte an den Mauerbau des DDR-Regimes und die damit verbundenen Schrecken und Folgen. An die 40 Schülerinnen und Schüler des Neuen Gymnasiums Glienicke (NGG) gerichtet, erinnerte er an Michael Bittner, - einen jungen Mann - der wenige Meter von der Gedenkstätte beim Fluchtversuch aus der DDR nach West-Berlin getötet wurde. „Ein junger Mann, der den Wunsch nach Freiheit mit dem Leben bezahlt hat.“ Daher seien Gedenktage wichtig und keine Selbstverständlichkeit, wenn man heute in Freiheit und unter dem Schutz des Grundgesetzes leben dürfe.

Bundeswehrsoldaten begleiteten die Veranstaltung protokollarisch. Quelle: Gemeinde Glienicke

Reinickendorfs Bezirksbürgermeister Frank Balzer freute sich ebenso, dass viele Schülerinnen und Schüler des NGG an diesen geschichtsträchtigen Ort gekommen seien, „um mit uns gemeinsam der Opfer der Berliner Mauer zu gedenken“. Auch er erinnerte an die Ermordung von Bittner auf der Grenzanlage in Höhe der Glienicker Nohlstraße. Zudem führte Balzer aus, dass das DDR-Regime alles tat, um den Tod von Bittner zu verschleiern. „Die Staatssicherheit frisierte die Akten in großem Stil und behauptete, Bittner sei als Teil einer Menschenhändlerbande unbekannterweise aus der DDR geschleust worden.“ Balzer sagte angesichts der vielen anwesenden jungen Menschen, dass damals gerade junge Leute um die 20 alles gewagt und ihr Leben aufs Spiel gesetzt hätten, „weil sie sich nicht länger vorstellen wollten oder konnten, ihre Träume und Sehnsüchte von Freiheit und Selbstbestimmung hinter Mauer und Stacheldraht zu begraben“.

Von MAZonline

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