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Glienicke Kanalbau schreitet voran
Lokales Oberhavel Glienicke Kanalbau schreitet voran
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01:18 05.07.2019
Susanne Pankow, Gabriele Rönsch und Thomas Buchholz (v.l.) bei der Baustellenbegehung. Die Gemeinde nutzt die Gelegenheit übrigens, um unter der Fahrbahn vier Leerrohre zwischen Rathaus und Schule einziehen zu lassen. „Das ist Teil unseres Black-Out-Konzeptes“, sagt Lutz Miethe aus der Abteilung Hochbau. Quelle: Helge Treichel
Glienicke

 Gabriele Rönsch und Susanne Pankow vom Abwasser-Regiebetrieb Glienicke schauen abwechselnd in das fast vier Meter tiefe Loch in der Glienicker Hauptstraße und auf Enrico Raabe von der Firma Nusch Rohrvortriebe Pritzwalk. Der Mann mit der orangen Hose misst die Strecke ein, auf der in etwa drei Metern Tiefe mit einer Horizontalbohrung die 20 Zentimeter dicken Steingutrohre der neuen Schmutzwasserleitung in die Erde gebracht werden sollen. Begleitet werden die beiden Damen von Thomas Buchholz, seines Zeichens Bauleiter bei der Firma Kanaro in Neuenhagen. Alle Arbeiten seien voll im Zeitplan, resümiert Buchholz während der Baustellenbegehung am Dienstagmorgen.

Enrico Raabe von der Firma Kanaro in Pritzwalk vermisst Strecke und Richtung zwischen zwei Kopflöchern. Quelle: Helge Treichel

Es handelt sich bereits um den zweiten Teil der Modernisierung: Unter der Hauptstraße zwischen Oskarstraße und Luisenstraße in Glienicke wird seit dem 11. Juni eine neue Schmutzwasserleitung verlegt. Die Hauptverkehrsader zwischen Schildow und Berlin ist in diesem etwa 300 Meter langen Abschnitt komplett gesperrt. Der Verkehr wird offiziell von der B 96 über die Schönfließer Straße und die Breitscheidstraße umgeleitet. Weil Ortskundige direktere Umfahrungen kennen, wurden einige Strecken über kleine Anliegerstraßen vorübergehend zu Einbahnstraßen deklariert.

Von hier aus werden die verschiedenen Vortriebe vorgenommen und gesteuert. Quelle: Helge Treichel

Im vergangenen Jahr waren zum Leidwesen vieler Verkehrsteilnehmer über den Sommer bereits die Märkische Allee sowie die Hauptstraße zwischen Lessingstraße und Oskarstraße voll gesperrt. Dieses Jahr folgt mit dem zweiten Bauabschnitt die Fortführung der Modernisierung des Schmutzwassernetzes. Insgesamt investiert die Gemeinde rund 800.000 Euro in die beiden Bauabschnitte, sagt Susanne Pankow. In Summe rund 700 Meter neue Rohrleitung sollen bis zur geplanten Fertigstellung Ende August verlegt sein.

Die Steingutrohre, die verbaut werden sollen, liegen bereit. Der Innendurchmesser beträgt 20 Zentimeter. Quelle: Helge Treichel

Um dies zu bewerkstelligen, werden im zweiten Bauabschnitt sieben so genannte „Kopflöcher“ angelegt. Zwischen diesen wird zunächst eine gezielte Pilotbohrung vorgenommen, bevor auf dieser Trasse dann Metallrohre mit Transportschnecken durch den märkischen Sand gedrückt werden („Stahlrohraufweitung“). Mit den Steingutrohren werden dann die Stahlrohre Stück für Stück wieder herausgedrückt.

Für die Arbeiten muss ab dem 3. Juli zusätzlich die Zufahrt zum Rathausparkplatz gesperrt werden. Die Veränderungen dauern bis Ende August an. Anlieger dürfen passieren.

Die Kehrseite der Sperrung: ein Entsorgungsproblem an einem Wohnblock der Hauptstraße. Quelle: Helge Treichel

Während Gabriele Rönsch und Susanne Pankow den Baufortschritt mit zufriedener Miene aufnehmen, verdüstert sich ihr Gesicht beim Thema Müllentsorgung. Durch die Straßensperrung werden im Wohnblock von Waltraud und Peter Sporn die Gelbe Tonne und die Papiertonne nicht mehr geleert. Seitens des Vermieters sei zigmal Abhilfe versprochen worden, sagt Waltraud Sporn. „Es passiert aber nichts.“ Die Säcke und der Unrat häufen sich rund um die Container bereits an. „40 Mieter schmeißen ihren Dreck dahin. Als nächstes werden wir wohl den Wäscheplatz als Ablagefläche benutzen müssen“, sagt Peter Sporn. Der 82-Jährige ist seit 1981 mit seiner Frau in dem Block an der Hauptstraße zu Hause und schneidet gerade die Büsche an den Balkonen. Und noch nie habe es Probleme mit der Entsorgung gegeben. Die Problematik sei längst mit den Verantwortlichen beim Abfallentsorger AWU besprochen, sagt Susanne Pankow – „mehrmals pro Woche“. Abgesprochen sei, dass die Entsorgungsfahrzeuge die Baustelle befahren dürfen. Warum das manche Fahrer nicht tun, bleibe ein Rätsel.

Susanne Pankow vom Abwasserbetrieb (l.) im Gespräch mit den Anwohnern Waltraud und Peter Sporn. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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