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Glienicke Jubel bei Familie Manke: Rico bleibt langer Schulweg erspart
Lokales Oberhavel Glienicke Jubel bei Familie Manke: Rico bleibt langer Schulweg erspart
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18:11 08.07.2019
Rico Manke sitzt schon Probe vor der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Mühlenbeck. Dank Unterstützung seiner Eltern Jeanette und Ingo Manke (hinten), Kreisschulbeirat Jan Alexy und den CDU-Bildungspolitikern Nicole Walter-Mundt, Stefanie Liesig und Katrin Gehring (v.r.) wechselt er nun doch an seine Wunschschule. Quelle: Matthias Busse
Glienicke/Mühlenbeck

Rico Manke ist froh. Der Zwölfjährige darf nun doch von der Grundschule in Glienicke an seine Wunschschule in Mühlebeck wechseln. „Ich kenne da vier Klassenkameraden und Mitschüler meiner Altersstufe“, zeigt er sich erleichtert, dass nun die gegenseitige Hilfe gesichert bleibt.

Denn eigentlich hatte ihm das Landesschulamt in Neuruppin nach der 6. Klasse die Albert-Schweitzer-Schule in Hennigsdorf zugewiesen. Wie die MAZ berichtete, hätte der Junge bereits um sechs Uhr früh mit dem Bus von zu Hause aufbrechen müssen, um den Unterrichtsbeginn um 7.50 Uhr nicht zu verpassen. Nun betrage der Weg nur noch knapp 30 Minuten, sagen Ricos Eltern, Jeanette und Ingo Manke.

Für Mitschüler Yekan steht Lösung aus

Aber Ricos Mutter ist auch aus einem weiteren Grund erfreut, dass ihr Sohn doch an die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule geht: „Falls bei ihm der Knoten noch platzt, kann er hier die Gymnasiale Stufe machen.“ Denn bisher zeigte Rico trotz privater Förderung keine ausreichenden Leistungen fürs Abitur. An der Gesamtschule wäre Rico diese Zukunft nach einem möglichen Entwicklungsschub nicht verbaut, was am Hennigsdorfer Oberschulmodell nicht möglich wäre.

Schüler Rico Manke darf nun doch an seine Wunschschule wechseln: die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Mühlenbeck. Hier ist er im Kreise seiner Eltern Jeanette und Ingo Manke, des Kreisschulbeirates Jan Alexy und den CDU-Bildungspolitikern Nicole Walter-Mundt, Stefanie Liesig, Katrin Gehring und Christian Howe. Alle hatten seinen Schulwunsch unterstützt. Quelle: Matthias Busse

Einziger Wermutstropfen dabei: Anders als seine Eltern hatte sein Mitschüler Yekan Sevim am Sonnabend keine Post aus Neuruppin vom Landesschulamt im Briefkasten. Der elfjährige Glienicker soll ebenfalls nach den Ferien den langen Schulweg an die Albert-Schweitzer-Schule auf sich nehmen. Amtsleiter Dietmar Menzel äußert sich auf MAZ-Anfrage: Wir arbeiten an Lösungen und gehen davon aus, dass eine Lösung gefunden wird.“ Zu Einzelheiten dürfe er sich in dem Fall jedoch nicht äußern. Die CDU Fraktionsvorsitzende und Bildungspolitikerin im Kreistag, Nicole Walter-Mundt, bekräftigt die Notwendigkeit: „Man darf keine Einzelfälle schaffen.“ Yekans ältere Schwester, Berrak Sevim, habe für ihren Bruder am Montag auch formal den schriftlichen Widerspruch gegen die Zuweisung der Oberschule Hennigsdorf eingelegt.

Bildungspolitiker halfen mit

Unterstützt wurden beide Schüler neben Nicole Walter-Mundt auch von der Gemeindevertreterin Stefanie Liesig und dem Bildungsausschussmitglied im Kreistag Katrin Gehring (beide CDU). Für Stefanie Liesig ist der Fall pikant: „In Glienicke wurde die Gesamtschule geschlossen und dafür von der Gemeinde der Bau der Gesamtschule in Mühlenbeck mitfinanziert.“ Auch Kreiselternvertreter Jan Alexy kämpfte mit: „Es müssen mehr Schulplätze geplant und dabei der Zuzug berechnet werden.“

Ende Juni hat die die CDU-Kreistagsabgeordnete Nicole Walter-Mundt hat mit weiteren Lokalpolitikern ihrer Partei, dem Vorsitzenden des Kreisschulbeirates, Jan Alexy, sowie Angehörigen der Jungen den Schulweg nachgestellt, den der elfjährige Yekan Sevim und der zwölfjährige Rico Manke nach dem Wechsel auf eine weiterführende Schule nehmen sollt en. Quelle: Matthias Busse

Aufgrund des MAZ-Artikels vom 25. Juni haben sich inzwischen Eltern aus Mühlenbeck an Nicole Walter-Mundt gewandt, weil deren Sohn ebenfalls nicht zur Gesamtschule im Ort, sondern zur Albert-Schweitzer-Schule fahren soll. „Es gibt jährlich bis zu 80 Ablehnungen für Wunsch-Gymnasien und schätzungsweise bis zu 40 für die anderen Oberschulen“, weiß Jan Alexy.

Nicole Walter-Mundt fordert Gesamtschule Velten

Für Nicole Walter-Mundt zeige das: „Wir brauchen eine neue Gesamtschule in Velten. Daher muss auch dieses Jahr die Planung dafür erfolgen.“ Da selbst ein sofortiger Planungsbeginn nicht innerhalb von drei Jahren zu einer neuen Schule führt, fordert sie bis dahin: „Es müsste wenigstens eine verbesserte Verkehrsanbindung an die bestehenden Schulen geben. Die Schüler sollten nicht länger als 45 Minuten unterwegs sein.“

Von Matthias Busse

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