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Glienicke Vom Sport zur Fotografie
Lokales Oberhavel Glienicke Vom Sport zur Fotografie
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01:16 01.04.2019
Lothar Köthe-Rehling aus Glienicke Quelle: Michael Pfeffer
Glienicke

Am 28. April ist es wieder soweit, dann startet in Berlin vor dem Kranzler Eck der Berliner Kellnerlauf. Eine Idee aus den 50ern, die 2010 wiederbelebt wurde. In Uniform laufen Kellner mit Tabletts, Pagen mit Koffern, Barkeeper Cocktail mixend und Köche Eiweiß schlagend über den Kurfürstendamm. Ein Riesenspaß für die Zuschauer. Stress ist es hingegen für Lothar Köthe-Rehling aus Glienicke, der das Event auf Fotos festhält.

Beim Kellnerlauf in Berlin. Quelle: (c)LotharKoethePhotography(c)LotharKoethePhotography

Zur Fotografie kam der 39-Jährige, der seit 2009 in Oberhavel lebt, über den Sport und hat sich mittlerweile zu einem gefragten Fachmann für die Sportfotografie gemacht. Kaum einen Läufer, den er nicht schon bei „Berlin läuft“, dem Tierparklauf, dem Mazda IGA-Lauf oder den Airport Nightruns vor der Linse hatte. „Gerhard Janetzky, der langjährige Präsident des Berliner Leichtathletik- Verbandes und einstige Istaf-Chef gab mir die Chance in die Sportfotografie hineinzuschnuppern“, erinnert sich Lothar Köthe, der 2012 erstmals eine eigene Spiegelreflexkamera in der Hand hielt.

Beim Kellnerlauf in Berlin. Die Köche müssen laufend Eischnee schlagen Quelle: Lothar Köthe-Rehling

„Ich bin Autodidakt“, so der Glienicker. „Ich habe immer aus dem Gefühl heraus gehandelt und nie gelernt, wie man was machen muss.“ Doch die Leidenschaft für Bilder hatte der 39-Jährige schon in seiner Jugend. „Ich bin kein Geschichtenerzähler, eher der Einkaufszetteltyp.“ Der Glienicker schmunzelt. Daher sei die Fotografie genau das Richtige für ihn. Denn mit der Kamera kann er nun seine Geschichten in Bildern festhalten. „Früher habe ich viel mit Bleistift gezeichnet und Comics gemalt.“

Lothar Köthe-Rehling aus Glienicke in Aktion. Quelle: Michael Pfeffer

Er versuche aus jedem Bild ein Kunstwerk zu machen, so Köthe-Rehling. Reich an Details, aber trotzdem klar. „Es soll Emotionen wecken und einen Wow-Effekt erzielen.“ Besonders gern fotografiert der Glienicker Menschen. „Ich rücke sie ins perfekte Licht, denn manche wissen gar nicht, was in ihnen schlummert.“ Auch das Rahmenprogramm der Leichtathletik Europameisterschaft 2018 in Berlin hielt der gebürtige Dresdener bildlich fest. Für die kommenden Deutschen Meisterschaften sei eine Fotostory geplant, berichtet er, in der alle Berliner Athleten vorgestellt werden sollen. Auch die unbekannten.

Mit Björn Werner (l.) und Patrick Esume (m.) im Wembleystadion. Quelle: privat

Doch sein größtes Erlebnis war die Akkreditierung für das Spiel der National Football League (NFL), der US-amerikanischen Profiliga im American Football, das im Wembley-Stadion in London stattfand. Von der Pressekonferenz, über den Backstagebereich und die Fanmeile auf der Regent Street bis hin zum Spiel – Köthe war überall mit seiner Kamera für das Huddle-Magazin dabei. „Zu solchen Spielen kommt ganz Europa, man sieht die Farben aller Trikots.“ Er muss es wissen, denn eigentlich ist der Glienicker ausgebildeter Fitnessfachwirt und -trainer sowie Sporttherapeut.

Porträts sind eine Spezialität von Lothar Köthe-Rehling aus Glienicke. Hier sein Sohn in jungen Jahren. Quelle: Lothar Köthe PhotographyLothar Köthe Photography

Bevor der Vater eines zwölfjährigen Sohnes jedoch 2009 den Weg in die Selbstständigkeit wagte, stand er selbst als American-Football-Spieler auf dem Platz. Spielte elf Jahre in der ersten Bundesliga, der German Football League (GFL), erst bei den Dresden Monarchs II, ab 2007 mit den Berlin Adler, mit denen er 2009 Deutscher Meister wurde. 2011 wurde das Team nach Spielen in Österreich und gegen Mannschaften aus Paris und London zudem Vize-Eurobowl-Champion.

Lothar Köthe-Rehling aus Glienicke als Footballer. Quelle: www.pohl-projekt.dewww.pohl-projekt.de

„Ich bin über das Training im Fitnessstudio zum American Football gekommen.“ Er sei zwar immer schon sportaffin gewesen, aber am American Football gefalle ihm, dass in dem Sport verschiedene Körpertypen vereint werden. „Auch ich als schwerer Körpertyp.“ Toll sei auch der Teamzusammenhalt. „Man zieht gemeinsam in die Schlacht und hinterher wird abgeklatscht.“ Bis heute halte er zu vielen Sportkollegen Kontakt, denn 2013 beendete eine Verletzung die Sportkarriere des Glienickers, der heute als Sporttherapeut und Personaltrainer arbeitet, aber vor allem als Fotograf erfolgreich sein will. Im August plant er seine erste Ausstellung.

Lothar Köthe-Rehling aus Glienicke Quelle: Lothar Koethe Photography

Von Ulrike Gawande

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