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Oberhavel Gotteshaus mit Wohlfühlfaktor
Lokales Oberhavel Gotteshaus mit Wohlfühlfaktor
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07:43 20.05.2014
Sie gehören zum Vorbereitungskomitee: Helmut Quade, Werner und Renate Rose, Margret Rechenberger, Pfarrer Peter Krause und Ortsvorsteher Jürgen Wruck
Sie gehören zum Vorbereitungskomitee: Helmut Quade, Werner und Renate Rose, Margret Rechenberger, Pfarrer Peter Krause und Ortsvorsteher Jürgen Wruck Quelle: Enrico Kugler
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Sachsenhausen

Und weil dieser Monat nicht unbedingt Wetter zum Feiern bereithält, haben sich Ortsbeirat und evangelische Kirchengemeinde darauf verständigt: Das Fest zum Kirchenjubiläum mit dem alljährlichen Ortsfest zusammenzulegen. Vom 20. bis zum 22. Juni wird gefeiert. Seit einem Jahr laufen die Vorbereitungen des Festkomitees.

Die Kirche des Berliner Baumeisters Georg Büttner hat einen großen „Wohlfühlfaktor“ und so gar nichts vom Bedrohlich-Düsteren manch anderer Sakralbauten. Das Holz in sattem Grün, die Apsis in Orange. Balken und Gestühl sind mit Blumen und Ornamenten bemalt. Die Fenster zeigen mit Bauer, Schiffer, Fischer und Schmied die Handwerker der Region. Die Kirche ist eine Symbiose aus Alt und Neu. Denn 1961 setzte ein Blitzschlag den Turm in Brand und ließ ihn einstürzen. Ein neuer Glockenturm wurde gebaut. „Doch die Bemalungen im Innern leuchten wie vor 100 Jahren“, so Peter Krause. In den vergangenen zwölf Jahren haben die Handwerker dem Haus neue Stromkabel, eine Heizung, neue Fenster und ein Toilette verpasst, der Fassade einen goldigen Ton, „im Innern ist sie so gestaltet, dass sie unserem Empfinden gut tut“, so der Pfarrer.

100 Jahre alt ist die Bibel. So alt wie die Kirche selbst. Quelle: Enrico Kugler

Zwischen 1933 und 1945 war die Sachsenhausener Kirche ein heller Punkt in der Finsternis: Pfarrer Kurt Scharf baute die bekennende Gemeinde auf, wehrte sich gegen die Gleichschaltung von Kirche und Staat und wirkte als Seelsorger im KZ Sachenhausen.

Der Baumeister Georg Büttner hat die Einweihung des Bauwerks vor 100 Jahren nicht erleben dürfen. Er gehörte zu den Ersten, die im ersten Weltkrieg eingezogen wurden und fiel. An der Kanzel ist ihm ein Denkmal gesetzt.

Heute zählt die Gemeinde 470 Gläubige. Ob 300 Jahre erste urkundliche Erwähnung Sachsenhausens, Geburtstag von Feuerwehr, Sportverein oder Posaunenchor: „Mitzumachen ist in Sachsenhausen selbstverständlich. Alle sind bereit, für den Ort etwas zu geben“, ist Ortsvorsteher Jürgen Wruck sichtlich zufrieden. Auch diesmal wird es wieder so sein.

Von Heike Bergt

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