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Oberhavel Grandioses Konzert junger Opernkünstler
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21:03 20.07.2014
Mit Hingabe gesungen für das Bergsdorfer Publikum. Quelle: Jürgen Rammelt
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Bergsdorf

Die Veranstaltung im Kurt-Mühlenhaupt-Museum in Bergsdorf hat Tradition. Seit 20 Jahren geben sich an dem Ort der Kunst die Sängerinnen und Sänger der Kammeroper Schloss Rheinsberg die Ehre. So auch an diesem Sonnabend. Das Zauberflöten-Ensemble gewährt dem Bergsdorfer Publikum Einblick in das Gesamtwerk, das eigentlich erst am 8. August im Heckentheater des Rheinsberger Schlossparks Premiere feiert.

Die Sängerinnen und Sänger kommen diesmal aus Russland, Spanien, Polen, Serbien, dem Iran, aus Lettland, Weißrussland, Griechenland, Rumänien, Südkorea, Kroatien und aus Deutschland. Für die Mozartoper gab es besonders viele Bewerber. Begehrt waren die Partien der Papagena, des Papageno, der Königin der Nacht, des Tamino und Sarastro.

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Das Konzert beginnt mit einem Paukenschlag. Es erklingt das Terzett der drei Knaben aus der „Zauberflöte“, gesungen von Eunkyoung Sul, Georgina Tryfona und Anne-Lena Kaschubowski. Die drei Damen, die anschließend mit Arien aus Opern von Georg Friedrich Händel und Giuseppe Verdi ihre stimmlichen Qualitäten unter Beweis stellen, sind jung, schön anzuschauen und vor allen Dingen hoch talentiert.

Doch auch die nächsten Preisträger des Kammeropernfestivals, die beim Gesangswettbewerb die Jury überzeugten und nunmehr in Rheinsberg eine der begehrten Rollen singen, bringen das Bergsdorfer Publikum zum Staunen. Mit der Registerarie des Leporello aus „Don Giovanni“ brilliert Bernhard Hansky genauso wie Iryna Dziashko aus Weißrussland stimmlich die Arie des Ännchen aus Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ meistert. Aber auch der Auftritt von Marija Mitic, die mit ihrer warmen Stimme das bekannte „Lied an den Mond“ aus Dvoraks Oper „Rusalka“ vorträgt, gehört zu den Höhepunkten des Konzerts.

Mit einem Konzert der Extraklasse gastierte die Kammeroper Schloss Rheinsberg am Sonnabend im Kurt Mühlenhaupt Museum in Bergsdorf bei Zehdenick (Oberhavel). Die Sängerinnen und Sänger aus zwölf Ländern gehören dem Ensemble an, das die Mozartoper "Die Zauberflöte" zur Aufführung bringt.

Doch Helga Matthus, die die Sängerinnen und Sänger auf das Konzert vorbereitet hatte, kann mit weiteren fantastischen Stimmen aufwarten. Dazu gehörten zweifelsohne der Südkoreaner Yong-Jin Kim sowie Ilona Krzywicka und Hasti Molavian, die mit einer Romanze aus der Oper „L'elisir d'amore“ von Gaetano Donizetti sowie mit dem „Blumenduett“ aus der Oper „Lakme“ von Leo Delibes vor der Pause für Furore sorgten.

Auch im zweiten Teil des Konzerts, bei dem die Sänger erneut meisterlich von Ingo-Martin Stadtmüller am Flügel begleitet werden, folgt ein Höhepunkt dem nächsten. Auf dem Programm stehen Arien von Donizetti, Verdi, Mascagni genauso wie von Puccini, Rachmaninow und Tschaikowski. Larissa Alice Wissel singt die Arie der Linda, und erntet genauso Bravorufe wie Florian Hartmann und Karina Repova, die mit Arien von Verdi und Mascagni das Publikum entzückten.

Doch es soll noch besser kommen: So sind Ilona Krzywicka mit der Arie der Cho Cho San aus „Madame Butterfly“ sowie Goran Cah mit der Arie des Lenski und Erik Ginzburg mit der Arie des Gremin aus Peter Tschaikowskis Oper „Eugen Onegin“ zu erleben. Ein Ohrenschmaus ist der Auftritt von Bonko Karadjov, dem ebenfalls Bravorufe gelten. Bevor das Konzert nach fast zwei Stunden zu Ende geht, erleben die Besucher noch einmal ein Feuerwerk des Operngesangs. So erklingt die Seguidilla aus „Carmen“, gesungen von der Iranerin Hasti Molavian und Bonko Karadjov, bevor Daniel Pastewski mit dem Lied des „Ollendorf“ (Bettelstudent) – „Ach, ich hab sie ja nur auf die Schultern geküsst“ für Beifallsstürme sorgt.

Zum Schluss gibt es noch einmal Mozart: Mit einem Quartett aus „Die Entführung aus dem Serail“ verabschieden sich die Sänger, die dabei sind, von Rheinsberg aus die Opernbühnen der Welt zu erstürmen. Doch das frenetisch applaudierende Publikum wünscht sich eine Zugabe, die die Sängerinnen und Sänger gern erfüllen. Mit dem Liebesliederwalzer von Brahms geht ein Konzert zu Ende, wie es in Bergsdorf nicht alle Tage zu erleben ist.

Von Jürgen Rammelt

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