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Gransee So fanden Zehdenicker Kita-Kinder heraus, wie fit sie sind
Lokales Oberhavel Gransee So fanden Zehdenicker Kita-Kinder heraus, wie fit sie sind
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18:12 05.06.2019
Mit Tempo durch den Slalomlauf: Das war eine Disziplin bei der 10. Sommer-Olympiade der Kita „Sonnenschein“. Foto: Quelle: Uwe Halling
Zehdenick

Doris Riesenberg sitzt auf einer Bank im Schatten. Es ist heiß. Die 63-jährige Leiterin der Kita „Sonnenschein“ in Zehdenick hat das Gröbste hinter sich. Jetzt toben die Kinder den Rest ihrer Power aus. „Was ist das? Tee oder Wasser?“, ruft sie einem Mitarbeiter zu, der einen großen blauen Kanister über den Spielplatz hinter der Kita trägt. „Wasser, etwas anderes haben wir nicht mehr“, antwortet er und verschwindet im Haus. „Wir haben heute 60 Liter Wasser angeboten und füllen immer noch nach“, erzählt sie.

Auch seitwärts über ein Seil springen mussten die Kinder auf der Sommer-Olympiade. Quelle: Uwe Halling

Es ist Vormittag. Am Tag der Kinder-Olympiade in ihrer Kita. Nach dem ursprünglichen Zeitplan würden die Kinder nun noch ihre Übungen absolvieren. „Aber wir haben das vorverlegt. Bei der Hitze wäre alles andere unvernünftig“, sagt sie. Und so fing die Sportveranstaltung direkt nach dem Frühstück um kurz nach acht Uhr an. Um zehn Uhr waren alle durch.

Es ist das 10. Mal, dass die Kita „Sonnenschein“ eine Sommer-Olympiade ausrichtet und so an der landesweiten Sportreihe „Immer in Bewegung mit Fritzi“ des Kreissportbundes Oberhavel teilnimmt. „Fritzi“ ist das Maskottchen der Reihe, ein knallroter Rabe mit einem quietschgelben Schnabel. Und natürlich darf auch er in Zehdenick nicht fehlen.

Vier Disziplinen mussten die Kinder bewältigen

Auf der Olympiade haben die Kinder in vier verschiedenen Disziplinen gezeigt, wie fit sie sind: Slalomlauf, Ballzielwurf, seitliches Überspringen eines am Boden liegenden Seils und einbeiniges Springen. Auf sogenannten „Laufzetteln“ haben Ehrenamtler des Kreissportbundes die Zeiten und Punkte der Kinder festgehalten. Diese Zettel werten sie nach der Veranstaltung aus. „Damit lässt sich sehen, wie sich die Kinder sportlich entwickeln“, sagt Doris Riesenberg.

Etwa 200 Kinder haben teilgenommen: 120 Jungen und Mädchen der Kita „Sonnenschein“ und 80 Kinder von den Kitas in Marienthal, Mildenberg und Badingen. Die jüngsten Sportler waren drei Jahre alt. Außerdem waren Eltern da, die geholfen haben, Mitarbeiter der Kitas und die Ehrenamtler des Kreissportbundes.

Sommer-Olympiade in der Kita "Sonnenschein" in Zehdenick Quelle: Uwe Halling

Um Wettbewerb geht es der Kita-Leiterin Doris Riesenberg nicht. „Die Kinder sollen vor allem Spaß an der Bewegung haben.“ Genauso sieht es auch Mattias Senger (47), Geschäftsführer des Kreisportbundes Oberhavel. Gemeinsam mit Riesenberg organisiert er seit zehn Jahren die Olympiade in Zehdenick. „Unser Hauptanliegen ist es, die Kinder für die sportliche Bewegung zu begeistern und sie im besten Fall für einen unserer Vereine zu gewinnen“, sagt er. „Gerade in diesem Alter ist es wichtig, die Grundlagen zu legen.“ So würden die Kinder eher einen lebenslangen Spaß am Sport entwickeln.

Senger beobachtet in der Kita „Sonnenschein“ und in anderen Kitas, die bei „Immer in Bewegung“ mitmachen, vor allem eines: „Generell sieht man einen großen Unterschied zwischen Kindern, die schon jetzt in Vereinen sind und anderen Kindern. Und da ist es egal, welche Sportart sie ausüben.“

Tochter macht mit, Mutter verteilt Wasser

Und Doris Riesenberg und Matthias Senger sind sich in noch etwas einig: Für die Kinder ist es wichtig, dass sie eine Anerkennung für ihre sportliche Leistung bekommen. Am Ende bekamen deswegen alle Jungen und Mädchen eine Medaille.

Die kleine runde Scheiben an einem Band um den Hals trägt auch Pauline Steinborn. Die sechsjährige wirkt mächtig ausgepowert als sie in die Kita geht, um Mittag zu essen. „Ich fand es schön, weil die Sonne schien und andere Kinder da waren“, sagt sie. „Und ich fand alle Übungen gut.“ Ihre Mutter Jenny Steinborn (33) hat sie angefeuert. Sie hat bei der Olympiade geholfen, wo es nötig war, an den Übungsstationen, beim Wasserverteilen oder einfach nur als Fragenbeantworterin. „Die Kinder haben alle super mitgemacht. Und ich habe natürlich nicht nur meine Tochter angefeuert, sondern alle anderen auch.“

Und zum Schluss gab es für alle eine Medaille, wie hier für eine Kita-Gruppe. Quelle: Uwe Halling

Von Annika Jensen

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