Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Gransee Vernissage in der Radfahrerkirche
Lokales Oberhavel Gransee Vernissage in der Radfahrerkirche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:26 22.07.2018
Christian Wetzel und Christine Donath bei der Vernissage am Sonnabend in der Kirche Dannenwalde.
Christian Wetzel und Christine Donath bei der Vernissage am Sonnabend in der Kirche Dannenwalde. Quelle: Uwe Halling
Anzeige
Dannenwalde

Die dritte von vier Ausstellungen in diesem Jahr wurde am Sonnabend in der Kirche Dannenwalde eröffnet. Christine Donath und Christian Wetzel zeigen dort ihre Zeichnungen und Skulpturen und damit ihre Sicht auf das Tier. So lautet auch der schlichte Titel der Ausstellung: „Tier“.

Laudatio von Marie-Luise Bauerschmidt

Bildhauerin Marie-Luise Bauerschmidt stellte die beiden Künstler vor, sprach von dem „sicheren Gespür für Komposition“ der 1945 in der Oberlausitz geborenen Christine Donath und schilderte den Schaffensprozess von Christian Wetzel, der 1954 in Halle/Saale geboren wurde.

Wismarer Schweine sind bekannt

Man kennt sich untereinander: Marie-Luise Bauerschmidt aus Berlin, die 2010 selbst in der Kirche Dannenwalde ausgestellt hat, traf Christine Donath und Karla Woisnitza, die Vorsitzende des Förderkreises Kultur und Kirche am Weg, schon in jungen Jahren bei einer Auslandsreise. Seit der Studienzeit in Dresden, also seit 1977, ist sie mit dem Bildhauer Christian Wetzel in Kontakt. Wer jemals in Wismar war und über die Schweinsbrücke lief, hatte bereits Kontakt mit dessen Werk – den bei Einheimischen wie Touristen beliebten Bronzeschweinen. Sie sind nun auch in Dannenwalde zu sehen.

Improvisation zur Vernissage

Für Karla Woisnitza ist es ein persönliches Anliegen, den Künstlern und ihren Werken eine Öffentlichkeit zu schaffen. Bei der Vorbereitung solcher Ausstellungen achtet sie darauf, dass sich die gezeigten Werke ergänzen. „Die Künstler müssen zueinander passen“, sagt sie. „Ich betrachte das Jahresprogramm als meine persönliche Komposition“, so Karla Woisnitza. Das gilt auch für die Musik. Zur Ausstellungseröffnung spielten diesmal Heiko Löchel und Philippe Carnoy. Die Musiker improvisierten mit Fagott und Schlagzeug und überließen es somit den Zuhörern, ihre eigenen Bilder im Kopf zu erzeugen.

Eine vergängliche Kunst, jedenfalls im Vergleich mit den Tierbildern und -skulpturen, die noch bis zum 26. August täglich, außer montags, von 13 bis 17 Uhr in der Kirche zu sehen sind. Der Förderkreis mit seinen 15 Mitgliedern organisiert die Öffnungszeiten.

Von Martina Burghardt